Deutscher Filmproduzent Bernd Eichinger ist tot

Deutscher Filmproduzent Bernd Eichinger ist tot

Der deutsche Filmproduzent, Drehbuchautor und Regisseur Bernd Eichinger ist im Alter von 61 Jahren am 24. 1. 2011 an den Folgen eines Herzinfarkts verstorben.

War er ursprünglich als Produzent für Autorenfilme spezialisiert, so gelangen ihm bald schon größere Erfolge mit internationalen Produktionen bis er schließlich auch den Sprung nach Hollywood schaffte.  Mit dem Jugend-Drama Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo aus dem Jahre 1981 erlangte er schon früh einen gewissen Bekanntheitsgrad. Der deutsch-US-amerikanische Fantasy-Film Die Unendliche Geschichte (1984) mit Wolfgang Peterson (Das Boot, Air Force One, Troja) als Regisseur hat bis heute seine Faszination bewahrt. Der Name der Rose (1986) mit Sean Connery in der Hauptrolle setzte das Mittelalter grandios in Szene. Der bewegte Mann (1994) brachte den Durchbruch für Til Schweiger. Für einen der mit Abstand erfolgreichsten deutschen Filme, nämlich Der Schuh des Manitu (2001), fungierte er als Co-Produzent. Einer seiner größten Triumphe war ohne Zweifel Der Untergang aus dem Jahre 2004. Für das Drama um die letzten Tage im Führerbunker verfasste er zudem auch das Drehbuch. Mit der mehrteiligen Resident Evil-Reihe (2002-2010) gelangen ihm sogar recht solide Computerspiele-Verfilmungen. Was man von einem Trash-Streifen wie DOA: Dead or Alive (2006) nicht wirklich behaupten kann. Auch die beiden Fantastic Four-Teile (2005 und 2007) konnten wenig überzeugen. Mit den beiden Spätwerken Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders (2006) und Der Baader Meinhof Komplex (2008) begeisterte er wiewohl Kritik und Publikum gleichermaßen.

Mehrfach ausgezeichnet wurde er mit diversen deutschen Filmpreisen. Obig letztgenannte Produktionen erhielten zudem Oscar-Nominierungen. Zuletzt hatte er sich die Rechte an dem österreichischen Entführungsfall Natascha Kampusch gesichert.

Abschließend sei hier noch ein wirklich lesenswerter Nachruf von Nilz bei den Fünf Filmfreunden erwähnt. R.I.P. Bernd Eichinger!