Your Highness – Mittelalter meets Fantasy-Trash

Your Highness – Mittelalter meets Fantasy-Trash

Mit Pineapple Express hat Regisseur David Gordon Green bereits gezeigt, dass er trashige Action, hanebüchene Dialoge und eine witzige Story geschickt zu einem äußerst unterhaltsamen Film verpacken kann. In Your Highness führt er diese Tradition fort, nur dieses Mal werden wir von Green in eine mittelalterliche Fantasywelt entführt, wo nicht nur gnädige Herrscher, schöne Prinzessinnen, glorreiche Helden, böse Hexenmeister und fabulöse Wesen zum typischen Alltag gehören, sondern das pure Chaos allgegenwärtig ist – und zwar in Gestalt von James Franco (Spider-Man 1-3, 127 Hours) und Danny McBride (Fanboys, Tropic Thunder), die die beiden Hauptrollen spielen. „Never change a running system“, mag sich wohl Green gedacht haben, als er die beiden Pineapple-Express-Stars erneut besetzt hat. Dennoch dürfte der Althase des Trashs Danny McBride an der Entscheidung nicht gänzlich unbeteiligt gewesen sein, fungiert er doch als Drehbuchautor und Produzent.

Der Plot von Your Highness ist schnell erzählt: Die ungleichen Brüder Fabious (Franco), tapfer und schön, und Thadeous (McBride), feig und fett, müssen sich auf eine abenteuerliche Reise begeben, um das Königreich ihres Vaters zu retten. Dabei begegnen sie allerlei wunderlicher Gestalten, die dem Film das gewisse Etwas geben: Justin Theroux (American Psycho) als böser Magier Leezar, der die jungfräuliche Prinzessin Belladonna entführt, die von Zooey Deschanel (500 Days of Summer) verkörpert wird. Natalie Portman (Black Swan) komplettiert das wunderbare Ensemble mit der amazonenhaften Kriegerin Isabel, die sehr an die emanzipierte Form eines Robin Hoods erinnert.

Insgesamt verspricht der bunte Mix des Ensembles und der absurden Story mit einer Prise Sex, Drogen und harten Flüchen gepaart mit dem richtigen Riecher des Regisseurs für Situationskomik ein Trashvergnügen vom Feinsten, das im Frühjahr kommenden Jahres in die Kinos kommt. Einziger Wehrmutstropfen: In den USA wurde der Film von der MPAA mit „R“ bewertet. Ob er in Europa ebenfalls keine Jugendfreigabe bekommt, bleibt abzuwarten, wäre aber extrem schade. Bis dahin kann man sich die Zeit mit einem überaus gelungenen Trailer vertreiben.