Lichtspielcast 81 – “Star Wars: Die letzten Jedi”

Lichtspielcast 81 – Star Wars: Die letzten Jedi

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Hallo zusammen. Bei den Spotlights haben wir heute den ersten Trailer zu Ocean’s 8, ein Spin Off zu What we do in the Shaodws sowie eine neue David Wain Komödie. Gespielt und geschaut haben wir unter anderem: Argo, Mord im Pfarrhaus, Assassins Creed Origins, Dark (Season 1), Sneaky Pete (Season 1), Mr. Robot, Coco, Craig Ferguson – Tickle Fight, The Meyerowitz Stories und Barry Seal.

Unser ausführliches Review heute ist der neueste Film von Rian Johnson: Star Wars: Die letzten Jedi.

Wie immer sind wir dankbar für E-Mails (lichtspielcast@kinofilme.com), sowie eure Kommentare und ITunes-Bewertungen.

Shownotes

  • Geplänkel (00:25):
  • Spotlights (09:20):
  • Was wir geschaut und gespielt haben (20:32)
    • Johannes: Argo, Mord im Pfarrhaus, Assassins Creed Origins
    • Mo: Dark (Season 1), Sneaky Pete (Season 1), Mr. Robot, Coco
    • Dennis: Craig Ferguson – Tickle Fight, The Meyerowitz Stories, Barry Seal
  • Review – Star Wars: Die letzten Jedi (1:07:15)
  • Spoilerpart (1:30:32)
  • Manu

    Hallo mal wieder! 🙂

    Tolle Episode, toller Film zum Diskutieren! Wenn ich Teil dieser Gesprächsrunde gewesen wäre, hätte ich noch Folgendes einzuwenden:

    Zunächst: Habe ich den Mr. Robot-Spotlight-Teil verpasst oder fehlt der? Da ich mir ein paar Spoiler ersparen wollte, bin ich etwas gesprungen, habe es aber nicht (wieder)gefunden.

    — SPOILER PART —

    Jetzt zu Star Wars 8:

    1. Ich hätte gerne noch etwas zu der metaphysischen Szene mit Rey in dem Loch gehört. Ich fand sie interessant gemacht, aber was war der Output des Ganzen? Verwirrung? Warum ist diese Entität da und was tut sie? Ist es die dunkle Macht selbst oder nur verstärktes Unterbewusstsein?

    2. Das wiederkehrende Thema: Schon nach Teil 7 wurde viel kritisiert, dass es keine neuen Ideen gegeben hat, was ich immer stark verteidigen musste. Zum einen, weil es nicht stimmt und weil ich ein übergeordnetes Motiv erkannte, welches durch Teil 8 viel klarer ausgebaut wurde. Dass sich eben alles wiederholt. Kanalisiert durch Lukes Einstellung. Das ganze Jedi-Konzept ist auf lange Sicht Unfug. Sogar Yoda verbrennt jahrtausend alte aufgeschriebene Dogmen. Und genau darum geht es. Systeme müssen stets reformiert werden. Ich hatte schon befürchtet, dass hier das Revan-Thema aufgegriffen wird aus der Bioware-Vorlage. Das hätte sich aber wie reiner Fan-Service angefühlt. Oder naja, 10000 Jahre später ist es natürlich möglich, dass noch jemand auf die gleiche Idee kommt.
    Aber hier wird einfach gesagt: Das Schwarz-Weiß der alten Star Wars-Welt ist scheiße! Die Draufgänger ohne richtigen Plan erzeugen im Allgemeinen ein viel größeres Risiko. Es wiederholt sich außerdem alles. Todesplanet, Rey als Niemand (ich lasse das Elternthema bewusst weg), der letzte Jedi, das Imperium schlägt mal wieder zurück, ein Schüler verfällt der dunklen Seite, etc.. Daher braucht man Tabula Rasa, was die jeweiligen Charaktere unterschiedlich verstehen. Aber die Botschaft ist klar. Fand ich sensationell, gerade bei Star Wars. Kam mir völlig unerwartet.

    3. Es wurde angemerkt, dass es leider nicht auf eine Macht-Balance hinauslief, dass sich Rey und Ben am liebsten in der Mitte wiederfinden. Ich meine: abwarten. Ich kann mir vorstellen, dass es durchaus in die Richtung gehen kann. Ben ist mit seiner Einstellung einfach brachial. Jemand, der einen Weg gegangen ist mit erheblichen Selbstzweifeln und sich jetzt nur noch in die Richtung begeben kann. Rey auf der anderen Seite, die aber Lukes Einstellung nicht vergessen wird und auch bereits Kontakt zur dunklen Seite hatte. Ich bin gespannt.

    5. Humor: Also, ich muss ganz klar sagen, dass mir die Szene mit Hux und Poe mit Abstand am besten gefiel. Ich habe auch gesehen, dass sich die Diskussion, ob der Humor zu albern ist oder nicht, genau an der Szene aufhängt. Ich erkläre mal, wieso ich sie mag: Das Imperium oder die Erste Ordnung verhalten sich stoisch, aufplusternd und höchst arrogant. Gerade Hux ist jemand, der ein absoluter Feigling zu sein scheint, in dieser Postion aber einfach Macht ausüben darf (zugegeben, er ist recht mutig / dumm mit Kylo Ren so zu reden, aber sei’s drum). Als kleiner David gegen Goliath sah ich es als taktisch sinnvoll an, so ein charakteristischen Gegner zu verwirren. So ein respektloser Umgang kam für Hux total unerwartet. Er wird wütend und unvorsichtig. Das wiederum spielt den Rebellen in die Karten (auch, wenn es am Ende nichts bringt). Poe handelt damit passend zu seinem Charakter, aber eben auch als taktischer Spezialist (die Idee hat mir damals in “Guardians of the Galaxy” schon gefallen, als Starlord Ronin mit dem selben Prinzip aus dem Konzept brachte). Dass sein Heißsporn aber Menschenleben kostet (die Zerstörung des Schiffes bringt keinen Erfolg für die Flucht) steht dem gegenüber. Vielleicht interpretiere ich da zu viel, aber mir passt es so einfach super.
    Demgegenüber steht die Szene, in der Rey den Felsen mit dem Lichtschwert spaltet und den Zofen den Karren zertört. DAS fand ich dann doch etwas zu albern und zu leicht. Aber auch das gehört eben zu Star Wars (auch nur, weil sich früherer Regisseure das ausgedacht haben – die meisten Diskussionen, was sei Star Wars finde ich irgendwie überflüssig – aber darauf fußen die meisten ablehnenden Einstellungen).

    Ansonsten bin ich im allgemeinen eurer Auffassung: schöner Film mit Ideen zum Nachdenken und kleineren Schwächen.

    Bis zum nächsten Mal!

    P.S.: Macht ihr evtl. nochmal eine Bonusepisode, in der ihr über das redet, was euch so einfällt? Mittlerweile folge ich mehreren Podcasts dieser Art und es ist stets interessant, muss ich sagen. 🙂