Lichtspielcast Bonusepisode – “The Crown” (Season 1)

Lichtspielcast Bonusepisode – The Crown (Season 1)

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Hallo zusammen! In der heutigen Bonusepisode unterhalten Mo und Dennis sich über eine der neuesten Netflix-Serien: The Crown. Diese handelt vom britische Königshaus zur Anfangszeit von Königin Elisabeth. Ob die Serie was taugt, erfahrt ihr wie immer im Cast. Viel Spaß!

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  • Dirk

    Aufgrund von Dennis Empfehlung in einer früheren Ausgabe, habe ich mir “The Crown” angesehen und ich bin nur halb begeistert; wohl eher auf der Linie von Mo. Ich fiebere der nächsten Staffel nicht entgegen, werde sie mir aber dennoch ansehen, denke ich mal.

    Die Serie ist toll gemacht. Die Schauspieler haben mich überzeugt. Sie verkörpern die einzelnen Figure, soweit ich sie kenne, sehr gut. Es gab sehr gute Episoden, die mich auch mitgenommen haben und die mich emotional eingefangen haben. Aber umso länger die Staffel voranschritt, desto weniger interessierte mich das Geschehen. Ich habe einfach keine Beziehung mehr zu den Probleme bekommen, die mir gezeigt wurden. Für mich stellte die Serie zunehmend Probleme dar, die man als Angehörige der Königsfamilie hat, die mir, vor allem als Nicht-Brite, einfach egal sind und die ich nicht auf meine Wirklichkeit herunterbrechen konnte. Ich sah darin keine Relevanz für mich und die Dramatik und die Konflikte bleiben flach.

    Da sich die Handlung an den wahren Ereignissen orientiert, liegt darin vielleicht auch die Schwäche. Der abgedankte König Edwuard kann eben nicht zum Revoluzer werden, der das System ins Wacken bringt und Elisabeth wird auch nicht abdanken. So muss sich das Geschehen mit inneren Konflikten beschäftigen, in der Hoffnung daraus genügend damatisches Potential zu generieren. Für mich, wie gesagt, ist das nicht immer gelungen und dies, obwohl es immer wieder gelungene Dialoge gab, die sehr interessant waren, wie etwa:
    Elisabeth: “Do nothing is no job at all”
    Ihre Großmutter: “Do nothing is the hardest job of all”

    Daran zeigt sich aber auch wieder: Nicht meine Probleme 😉

    Allerdings, eine interessante Erkenntnis habe ich mitgenommen, nämlich, dass die Schulausbildung von Elisabeth – gelinde gesagt – mangelhaft war, zumindest was Allgemeinbildung anbelangt. Sollte dies denn stimmen und bei ihrem Sohn Charles ähnlich passiert sein, so wundern mich dann seine esoterischen Ansichten wieder weniger.

    Noch etwas zu Netflix: Hier stimme ich Dennis zu, auch wenn ich die zweite Staffel von House of Cards noch sehr gut fand und sich die Serie nach dem Einbruch in der dritten, in der vierten Staffel wieder etwas erholte, habe ich sonst schon meine Probleme mit den Serien von Netflix. Es gibt gute (“Master of None” fand ich im Ganzen ganz gut) und es gibt schlechte (“Jessica Jones” – man wird mich dafür wohl steinigen – fand ich ziemlich mies) aber allgemein sind die Netflix Originals eher so mittel. (Ich muss aber sagen: 1. Habe ich bei weitem nicht alle gesehen. 2. Abgesehen von Jessica Jones, habe ich für mich miese Serien auch nicht zu Ende gesehen. Dafür ist mir meine Zeit zu kostbar).

    Anderseits: Mittelmaß ist einfach normal, welcher Fernsehsender bringt nur Spitzenserien? Diese schwanken immer zwischen gut und weniger gut mit Ausreißern in beide Richtungen. Zu denken, dass Netflix einfach besser ist, weil sie ein anderer Player sind, weil sie den etablierten Serienproduzenten Konkurenz sind, ist eben auch nicht richtig. “Don’t believe the hype!”

    Und vielleicht ist der “Netflix-Ansatz”, aus der Analyse des Sehverhaltens seiner Abonnenten, Erfolgsserien zu zimmern, auch nur eine Art es allen Recht machen zu wollen. Das führt dann zu mittelmäßigen Serien, die keinen verprellen und nicht zu neuen Dingen, gewagten Serien. Meine gewagte These: Eine Serie wie “Breaking Bad” würde es als “Original Netflix” nicht geben.

    • Ja, ich glaube auch nicht, dass man sich denken sollte: “Oh, so Probleme hab ich auch”. Fand es einfach gut wie die Probleme in der Serie dramatisiert wurden und somit für jemanden, der kein Anhänger des Königshaus ist, verständlich zu machen. Zumindest nicht so abgehoben, dass man kopfschüttelnd denkt: “Ach, was haben die für ein schweres Leben.”

      Gerade bei so einer Serie sollte man nicht allzu sehr danach suchen welche Relevanz diese Probleme für einen selbst haben sondern wie nachvollziehbar diese dargestellt werden. Und genau DAS hat für mich hervorragend funktioniert.

      Ja, ich will jetzt endlich mal “BoJack” weiter schauen. Gerade die dritte Staffel soll ja großartig sein.

      Aber stimmt schon. Man schaut bei Netflix rein und es lachen einen so oft neue Serien an. Aber was davon wirklich sehenswert ist, hält sich in Grenzen. Zu viel Mittelmaß ist denke ein gutes Stichwort. Früher hätte sowas noch eher gezogen, wo es nicht so viel Angebote gab aber heuzutage fällt alles hinten runter was nicht wirklich Qualität hat oder extremen Anklang findet.