<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>
<channel>
	<title>Kinofilme.com &#187; DVD</title>
	<atom:link href="http://www.kinofilme.com/reviews/dvd/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.kinofilme.com</link>
	<description>News und Reviews zu aktuellen Kinofilmen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 17 Jun 2013 16:02:43 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.4.1</generator>
		<item>
		<title>The Guard &#8211; Ein Ire sieht schwarz</title>
		<link>http://www.kinofilme.com/reviews/the-guard-ein-ire-sieht-schwarz</link>
		<comments>http://www.kinofilme.com/reviews/the-guard-ein-ire-sieht-schwarz#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 12:53:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kinofilme.com/?p=10350</guid>
		<description><![CDATA[Eine kreative Familie, diese McDonaghs. Vor wenigen Jahren brachte Martin McDonagh den Überraschungshit In Brügge sehen&#8230; und sterben? in die Kinos, eine düstere Krimikomödie mit Colin Farrell und Brendan Gleeson in den Hauptrollen, die von den Kritikern durch die Bank weg gefeiert wurde. Jetzt ist sein Bruder John Michael an der Reihe, der 2011 mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kreative Familie, diese <strong>McDonaghs</strong>. Vor wenigen Jahren brachte <strong>Martin McDonagh</strong> den Überraschungshit <strong>In Brügge sehen&#8230; und sterben?</strong> in die Kinos, eine düstere Krimikomödie mit <strong>Colin Farrell</strong> und <strong>Brendan Gleeson</strong> in den Hauptrollen, die von den Kritikern durch die Bank weg gefeiert wurde. Jetzt ist sein Bruder <strong>John Michael</strong> an der Reihe, der 2011 mit <strong>The Guard – Ein Ire sieht schwarz</strong> ebenfalls einen Thriller mit schwarzem Humor drehte, der von manchen Liebhabern des Genres auf eine Stufe mit dem Werk seines Bruders gestellt wird. </p>
<p>Er verpflichtete für den Film sogar den gleichen Schauspieler wie sein Bruder für die Hauptrolle – den irischen Charakterdarsteller <strong>Brendan Gleeson</strong>. Und an seiner Seite ist wie bei <strong>In Brügge sehen&#8230; und starben?</strong> ein US-Star zu sehen – der für den Oscar nominierte <strong>Don Cheadle</strong>, bekannt aus <strong>L.A. Crash</strong> oder <strong>Hotel Ruanda</strong>.</p>
<p><em>„Like a donkey fucking a hippopotamus, it&#8217;s party time.“</em></p>
<h3>Gerry Boyles Ruhe wird gestört</h3>
<p>Hier enden jedoch die Parallelen zwischen den beiden Arbeiten – zumindest fürs Erste. <strong>The Guard</strong> wirft den Fokus auf den eigenwilligen Kleinstadt-Cop Gerry Boyle (<strong>Gleeson</strong>) und dessen (gezwungene) Zusammenarbeit mit dem engstirnigen FBI-Agent Wendell Everett (<strong>Cheadle</strong>), der in einem beschauliches Dorf an der irischen Westküste aufmarschiert, um einen Drogenring zu zerschlagen. Angeblich geht es dabei immerhin um Kokain im Wert von einer 500 Millionen US-Dollar.</p>
<p>Das kommt Boyle aber alles andere als gelegen. Der Sergeant mit dem eigenartigen Sinn für Humor hat andere Sorgen – seinen Hang zu attraktiven Prostituierten, mit denen er sich gerne verschiedenen Rollenspielen hingibt, und seine im Sterben liegende Mutter, für die er alles tut und die er über alles liebt. Die Ruhe droht schon zu zerbröckeln, als in einer Ferienwohnung ein unbekannter und geheimnisvoller Toter gefunden wird. Doch als dann auch noch FBI-Mann Everett auftaucht und das gesamte Revier in Aufruhr versetzt, ist es um Boyles geregelte Tagesabläufe endgültig geschehen.</p>
<p>Doch dann erkennt Boyle den Toten aus dem Ferienhaus wieder – ausgerechnet auf einem Fahndungsbild, dass von Everett herumgezeigt wird. So entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel bei dem weder der irische Bulle, noch der amerikanische Agent irgendjemandem trauen können – außer sich selbst.</p>
<p><em>„Oh, fuck you, Sergeant!“</em></p>
<h3>Eine Portion schwarzer Humor</h3>
<p><strong>The Guard</strong> ist ein Film mit einem speziellen Humor, mit dunklen Witzen und harten Sprüchen. Das ist definitiv nicht Jedermanns Sache, doch Fans und Freunde des Genres werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Denn <strong>John Michael McDonagh</strong>, der nicht nur Regie führte sondern auch das Drehbuch verfasste, trifft mit seinen Dialogen und der Inszenierung seiner Darsteller sowie der Szenerie den Nagel auf den Kopf. Allen voran die Interaktionen zwischen Boyle und Everett, aber auch das Zusammenspiel des Gangster-Trios (<strong>Liam Cunningham</strong>, <strong>Mark Strong</strong> und <strong>David Wilmot</strong>) sind grandios und sorgen für viele Lacher. </p>
<p>Selbst die Nebendarsteller sind nahtlos integriert – ob nun der neunmalkluge Junge Eugene (<strong>Michael Óg Lane</strong>), die Prostituierte Aoife O’Carroll (<strong>Dominique McElligott</strong>) oder Boyles todkranke Mum Eileen (<strong>Fionnula Flanagan</strong>), die neben den beiden Hauptdarstellern vielleicht sogar am meisten hervorsticht – denn in den Szenen mit <strong>Gleeson</strong> stimmt die Chemie und es entsteht eine tragisch-schöne Grundstimmung.</p>
<p><em>„I&#8217;m Irish. Racism is part of my culture.“</em></p>
<h3>Gleeson und Cheadle &#8211; das passt!</h3>
<p>Der Film steht und fällt natürlich mit der Darbietung von <strong>Brendan Gleeson</strong>. Der wurde für die Rolle absolut zu Recht für einen Golden Globe nominiert, denn er haucht seinem Charakter nicht nur Leben ein, sondern spielt ihn auch absolut glaubhaft und überzeugend. Seine Besetzung ist wohl der Höhepunkt des Films, <strong>Gleeson</strong> wird seinem Part mehr als gerecht und liefert eine der besten Leistungen seiner langen und erfolgreichen Karriere ab. Die Rolle des Gerry Boyle ist ihm wahrhaftig wie auf den Leib geschnitten.</p>
<p>Auch der zweite Hauptdarsteller <strong>Don Cheadle</strong> weiß als FBI-Agent Wendell Everett zu jedem Zeitpunkt zu überzeugen. Er spielt das genaue Gegenteil von Boyle. Ein ernster, engstirniger, auf seine Arbeit konzentrierter Bundesagent, der völlig verbissen an die Aufklärung des Falles herangeht und sich von nichts davon abbringen lassen will.</p>
<p>Hinzu kommt ein toller Soundtrack, für den sich <strong>Calexico</strong> (<strong>Collateral</strong>, <strong>I’m Not There</strong>) verantwortlich zeigt, sowie eine starke Kameraarbeit von <strong>Larry Smith</strong> (<strong>Eyes Wide Shut</strong>). Wie bereits beschrieben ist das Drehbuch von <strong>McDonagh</strong> stimmig und nimmt sogar noch einige Klischees aus Gangster-Filmen gehörig auf die Schippe. An seiner Regiearbeit ist ebenfalls nichts auszusetzen.</p>
<p><em>„You know, I can&#8217;t tell if you&#8217;re really motherfuckin&#8217; dumb, or really motherfuckin&#8217; smart.“</em></p>
<div class="fazit">
<div class="rating starRating">
<div class="result8"></div>
</div>
<h1>Fazit <span>von Wolfgang</span></h1>
<p><strong>The Guard</strong> ist ein Film, den man entweder mag oder nicht leiden kann. Das ist dem heftigen, schwarzen Humor geschuldet. Ist man ein Fan davon, so wird man das Werk von <strong>John Michael McDonagh</strong> zweifelsfrei lieben, wenn nicht, dann wird man <strong>The Guard</strong> wohl schon vor dem Abspann aus dem DVD-Player schmeißen. Nichts desto trotz ist dem Regisseur und Autor hier ein starker und stimmiger Film mit einem tollen Skript und starken Darstellern gelungen.</p>
</div>
<h3>Viele Extras, sowohl auf Blu-ray als auch auf DVD</h3>
<p>Beim Bonusmaterial haben sowohl Blu-ray als auch DVD <em>(beide ab dem 23.03.2012 im Handel)</em> einiges zu bieten. So gibt es den Kurzfilm <strong>The Second Death</strong>, ein Making Of, Deleted &#038; Extended Scenes, Outtakes, eine Begind the Scenes-Dokumentation, Interviews, Audiokommentare, den Originaltrailer und eine umfangreiche Trailershow zu sehen.  </p>
<p>Die Tonspuren liegen sowohl in Deutsch als auch in Englisch vor, bei der DVD in Dolby Digital 5.1 und bei der Blu-ray in DTS-HD Master Audio. Das einzige Manko bei der Ausstattung sind die fehlenden Untertitel, denn die gibt es nur auf Deutsch. Da der Film vor allem in seiner Originalfassung besonders zur Geltung kommt, ist es ärgerlich, dass man den geringen Platzaufwand auf der Disk für einen englischsprachigen Untertitel nicht genutzt hat.
<div class="entryFooterAd" style="text-align:center">
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-7983553845946955";
/* 468x60, Erstellt 12.02.11 */
google_ad_slot = "6081408392";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script><br />
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kinofilme.com/reviews/the-guard-ein-ire-sieht-schwarz/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein verhängnisvoller Sommer</title>
		<link>http://www.kinofilme.com/reviews/ein-verhaengnisvoller-sommer</link>
		<comments>http://www.kinofilme.com/reviews/ein-verhaengnisvoller-sommer#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 13:12:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kinofilme.com/?p=10227</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt Buchverfilmungen, wie zum Beispiel der Herr der Ringe, die Millenium-Trilogie, Trainspotting oder Die Verurteilten von Stephen King, die von Publikum und Kritikern gleichermaßen gefeiert werden und einen hohen filmischen Anspruch besitzen. Doch leider ist das nicht die Regel, vielmehr scheitern viele Adaptionen an den hohen Maßstäben ihrer Vorlage – aus manchen wird immerhin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Buchverfilmungen, wie zum Beispiel der <strong>Herr der Ringe</strong>, die <strong>Millenium-Trilogie</strong>, <strong>Trainspotting</strong> oder <strong>Die Verurteilten</strong> von <strong>Stephen King</strong>, die von Publikum und Kritikern gleichermaßen gefeiert werden und einen hohen filmischen Anspruch besitzen. Doch leider ist das nicht die Regel, vielmehr scheitern viele Adaptionen an den hohen Maßstäben ihrer Vorlage – aus manchen wird immerhin noch ein ansehnlicher Film, doch manche gehen durchweg kläglich unter.</p>
<p>Das Erstlingswerk von Pulitzer-Preisträger <strong>Michael Chabon</strong> (der unter anderem auch die Romanvorlage zum gelobten US-Drama <strong>Wonder Boys</strong> mit <strong>Michael Douglas</strong>, <strong>Robert Downey Jr.</strong> und <strong>Katie Holmes</strong> verfasste), <strong>Die Geheimnisse von Pittsburgh</strong> aus dem Jahr 1988, wurde nach seiner Veröffentlichung sofort zum Bestseller in den USA und erhielt durch die Bank weg gute Kritiken.</p>
<p>Da ist es eigentlich verwunderlich, dass Hollywood immerhin 20 Jahre brauchte, um den Roman letztlich zu verfilmen. Dies geschah 2008 unter dem deutschen Titel <strong>Ein verhängnisvoller Sommer</strong> unter der Anleitung von Regisseur <strong>Rawson Marshall Thurber</strong>, der zuvor hauptsächlich mit der Komödie <strong>Voll auf die Nüsse</strong> auf sich aufmerksam machte. In den Hauptrollen konnte er neben <strong>Jon Foster</strong> (<strong>Terminator 3 – Rebellion der Maschinen</strong>) immerhin namhafte Schauspieler wie <strong>Peter Sarsgaard</strong> (<strong>Jarhead</strong>, <strong>Boys Don’t Cry</strong>) und <strong>Sienna Miller</strong> (<strong>Der Sternwanderer</strong>) verpflichten. Zwei wichtige Nebenrollen sind mit dem dreimal für den Oscar nominierten <strong>Nick Nolte</strong> (<strong>Kap der Angst</strong>, <strong>Der Herr der Gezeiten</strong>) und <strong>Mena Suvari</strong> (<strong>American Beauty</strong>) nicht minder bekannt besetzt. </p>
<p>Eine gute Vorlage, ein starkes Cast. Eigentlich sind die Voraussetzungen für einen interessanten und hochwertigen Film damit gegeben. Eigentlich.</p>
<h3>Sommer in Pittsburgh: Segen oder Flucht?</h3>
<p>Doch worum geht es in <strong>Ein verhängnisvoller Sommer</strong> überhaupt? Im Pittsburgh der 1980er-Jahre steht der College-Absolvent Art Bechstein (<strong>Foster</strong>) vor dem <em>„letzten Sommer meines Lebens“</em>, denn danach muss er sich als Börsenmakler in der Welt der Finanzhaie durchsetzen. Doch auf einer Party lernt er die hübsche und auf ihn sexuell anziehend wirkende Jane Bellwether (<strong>Miller</strong>) kennen. Das Problem: sie ist mit dem Draufgänger Cleveland Arning (<strong>Sarsgaard</strong>) liiert. </p>
<p>So entwickelt sich zunächst eine Freundschaft zwischen den Dreien, die aber letztlich in viele sexuellen und gefühlsmäßigen Irrungen und Wirrungen endet. Dabei spielen dann auch noch Arts Ex-Freundin/Affäre/Chefin Phlox Lombardi (<strong>Suvari</strong>) und sein Vater, der Pittsburgher Mafia-Pate Joe Bechstein (<strong>Nolte</strong>), eine gewichtige Rolle.</p>
<h3>Das Drehuch – ein Flop</h3>
<p>Im Grunde handelt es sich hierbei um eine interessante, aber auch weitläufige Geschichte. Und genau hier liegt der erste und zugleich entscheidende Fehler des Films: das Drehbuch. Verfasst vom Regisseur selber, lässt das Skript nämlich schwer zu wünschen übrig und wird der Romanvorlage in keinster Weise gerecht. </p>
<p>Wichtige Handlungsstränge werden zu schnell abgehandelt, weniger Wichtige ziehen sich wie Kaugummi durch den gesamten Film. Die Handlung wirkt sehr oberflächlich, gewisse Prozesse, die zum Verständnis der Handlung beitragen würden, werden entweder gänzlich übergangen oder in kürzester Zeit abgehandelt.</p>
<p>Außerdem versucht der Film, mit Hilfe seiner Prämisse, eine gewisse Tiefe zu erreichen. Doch leider geschieht auch das weitestgehend Oberflächlich, so dass das Werk mehr oder weniger vor sich hin plätschert und ein krampfhafter Versuch entsteht, der Geschichte eine Moral zu verleihen.</p>
<h3>Nur Nolte und Sarsgaard stechen hervor</h3>
<p>Des Weiteren waren einige Schauspieler während der Dreharbeiten offensichtlich nicht auf der Höhe ihres Schaffens. So verfällt <strong>Mena Suvari</strong> in ein klassisches „Overacting“ und übertreibt in ihrer ohnehin schon ausgeflippten Rolle völlig. Die Hauptrolle des Art Bechstein wird von <strong>Jon Foster</strong> zwar solide, aber keineswegs erinnerungswürdig gespielt. Gleiches gilt für <strong>Sienna Miller</strong>, deren Part aber am deutlichsten unter dem schwachen Drehbuch zu leiden scheint. Die Lichtblicke von <strong>Ein verhängnisvoller Sommer</strong> sind <strong>Peter Sarsgaard</strong> und Altmeister <strong>Nick Nolte</strong>. Beide machen einen guten Job und können in einigen wenigen Szenen sogar brillieren. </p>
<p>Die Regie von <strong>Thurber</strong> wird dabei wohl für die nicht überzeugenden Schauspielleistungen mitverantwortlich sein. Der US-Amerikaner zeigt zwar gute Ansätze in seiner Arbeit, aber auch er scheint mit seinem eigenen Skript überfordert zu sein. Zu Loben ist jedoch sein Auge (und das seiner Kollegen an den Kameras) für beeindruckende Bilder und schön gefilmte Szenen. Denn hier liegt ein deutlicher Pluspunkt des Films, was übrigens auch für die Filmmusik gilt.</p>
<div class="fazit">
<div class="rating starRating">
<div class="result4"></div>
</div>
<h1>Fazit <span>von Wolfgang</span></h1>
<p>
<strong>Ein verhängnisvoller Sommer</strong> ist, so hart es auch klingen mag, ein Film zum vergessen. Aus einen interessanten Story wird von dem Regisseur und Drehbuchschreiber <strong>Rawson Marshall Thurber</strong> ein uninteressanter Film gemacht, der nur mit wenigen Lichtblicken punkten kann. Dazu gehören der wiedererstarkte <strong>Nick Nolte</strong>, <strong>Peter Sarsgaard</strong>, die Kameraführung, die Fotographie sowie die Musik. Die anderen Aspekte, wie ein Großteil der Besetzung und das Drehbuch, sind hingegen maximal durchschnittlich. Es ist also ein Film entstanden, den man durchaus sehen kann, keineswegs sehen muss und an den man sich nach dem Sehen höchstwahrscheinlich nicht erinnern wird. So verwundert es nicht, dass <strong>Ein verhängnisvoller Sommer</strong> immerhin vier Jahre brauchte, um in Deutschland auf DVD (Erscheinungsdatum war der 24.02.2012) veröffentlicht zu werden.</p>
</div>
<h3>Ein kurzes Wort zum Bonusmaterial&#8230;</h3>
<p>Während die DVD-Edition durchweg mit einem gutes Bild und ansprechendem Ton (abgesehen von der deutschen Synchronfassung, die sich nicht ganz stimmig anhört, technisch jedoch gut gelöst wurde) punkten kann, kommt das Bonusmaterial aber sowohl bei DVD als auch bei der Blu-Ray deutlich zu kurz. So gibt es lediglich eine Trailer-Show sowie den Originaltrailer zum Film selber zu bestaunen. In heutiger Zeit ist das etwas wenig.</p>
<p>Eine weitere Unart, die aber zurzeit von vielen Vertrieben begangen wird und scheinbar immer Salonfähiger wird, ist die Auswahl der Untertitel. Gab es früher noch zumindest zu jeder Tonspur (hier: Deutsch und Englisch) den passenden Untertitel, zumeist wurden sogar noch weitere Sprachen bedient, doch jetzt wird hier nur noch eine deutsche Textspur geliefert. Das ist vor allem für diejenigen ein Problem, die anhand eines Filmes eine Sprache lernen beziehungsweise ihre Sprachfertigkeit erhöhen wollen. Denn das Mitlesen eines deutschen Textes bei englischer Tonausgabe ist zumeist sehr verwirrend. Außerdem wiegen Untertitelspuren nicht sonderlich schwer, so dass es eigentlich keinen Grund gibt, zumindest die im Ton verwendeten Sprachen nicht auch mit Untertitel zu versehen.
<div class="entryFooterAd" style="text-align:center">
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-7983553845946955";
/* 468x60, Erstellt 12.02.11 */
google_ad_slot = "6081408392";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script><br />
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kinofilme.com/reviews/ein-verhaengnisvoller-sommer/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>True Blood &#8211; Staffel 3</title>
		<link>http://www.kinofilme.com/reviews/true-blood-staffel-3</link>
		<comments>http://www.kinofilme.com/reviews/true-blood-staffel-3#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 00:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kinofilme.com/?p=7337</guid>
		<description><![CDATA[Fans und mögliche zukünftige Fans oder demnächst ehemalige Fans (hint!) von True Blood können sich hier auf Kinofilme.com über die erste und die zweite Staffel an dieser Stelle und an dieser Stelle ausführlichst informieren. Nichtkenner sollten daher was das Schauen und das Lesen angeht, nicht unbedingt mit diesem Artikel hierig anfangen. Jedenfalls hat der (meistens) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fans und mögliche zukünftige Fans oder demnächst ehemalige Fans (<em>hint!</em>) von <strong>True Blood</strong> können sich hier auf <strong>Kinofilme.com</strong> über die erste und die zweite Staffel an <a href="http://www.kinofilme.com/reviews/true-blood-staffel-1">dieser Stelle</a> und an <a href="http://www.kinofilme.com/reviews/true-blood-staffel-2">dieser Stelle</a> ausführlichst informieren. Nichtkenner sollten daher was das Schauen und das Lesen angeht, nicht unbedingt mit diesem Artikel hierig anfangen. Jedenfalls hat der (meistens) so wunderbare US-amerikanische TV-Sender <strong>HBO</strong> im Jahre 2010 die dritte Season der Vampir-Saga aus den Südstaaten dem geneigten Publikum dargeboten und erst kürzlich im September lief die letzte Folge der Vierten in Übersee. Die Nächste ist jedenfalls auch schon fix.</p>
<p>Meine Wenigkeit war ja von <strong>True Blood</strong> ein ganz großer Fan der allerersten Stunde. Machart, Setting und Darsteller konnten auch mit den wunderbaren Drehbüchern fast gänzlich überzeugen. Umso mehr freute ich mich daher auf die Beschauung der dritten Season, die wiewohl schon seit einiger Zeit auf DVD und Blu Ray zu erstehen ist, respektive gerade aktuell im deutschen TV (mit einer gar grottigen deutschen Synchronisierung) zu sehen ist. Nun habe ich mir also alles zu Gemüte und ich muss leider, leider sagen, dass wir es hier mit einer ganz üblen Enttäuschung zu tun haben.</p>
<p><em>&#8220;For the love of God &#8211; vampires nothing but sh*t.&#8221;</em></p>
<h3>Vampirkönige jammern und Werwölfe sterben</h3>
<p>Der Vampir Bill wird von Werwölfen entführt, die ihn in den herrschaftlichen Unterschlupf des blutsaugenden Königs von Mississippi, Russell Edgington, bringen. Russell betreibt dabei einerseits ein Intrigenspiel um die Vampirkönigin Sophie-Anne zur Heirat zu zwingen, aber gleichzeitig will er auch mehr Informationen betreffend der ominösen Sookie, die inzwischen einen gewissen myseriösen &#8216;Ruf&#8217; in der Nation der Untoten hat. Sookie selbst sucht natürlich gänzlich verzweifelt nach ihrem Geliebten. Eric verfolgt auch seinen Plan und versucht sich ihrer anzunähern, aber auch sie vor drohenden Gefahren zu schützen. Sam findet indessen seine wahre Familie, die ebenso heruntergekommen wie opportunistisch ist, indem sie ihren zurückgekehrten Sohn auszunutzen versucht.</p>
<p>Sookies Bruder Jason versucht sich inzwischen als Cop, was ihm aber nicht so recht gelingen will. Dafür verliebt er sich zur Abwechslung mal. Tara gelangt in die Fänge eines psychopathischen Vampirs, der glaubt in sie verliebt zu sein. Lafayette erfährt einen heftigen V-Trip und darf sich nebenbei verlieben. Jessica muss sich einer Leiche entledigen und liebt noch immer den, den sie zuvor geliebt hat. Und irgendein Werwolf liebt auch noch Irgendeine, die aber ihn nicht mehr liebt. Feen kommen auch vor. Viel Gewalt. Sex. Blut. Verrat. Tod. Das Übliche&#8230;</p>
<p><em>&#8220;I don&#8217;t know what I expect &#8211; trash is as trash does.&#8221;</em></p>
<h3>Ein beliebiger Misthaufen</h3>
<p>Ach herrje, was ist nur aus meinem geliebten <strong>True Blood</strong> geworden? Ja, die Serie hatte schon immer gewisse Problemchen und Schwierigkeiten, aber die dritte Staffel ist wirklich eine Enttäuschung von der ersten Folge an. Es ist schlicht alles zuviel des Guten. Zuerst einmal wird das ohnehin schon üppige Figureninventar um sage und schreibe annähernd 30 Charaktere (!) erweitert, die allesamt in den ersten beiden Episoden reingestopft vorgestellt werden und bis auf einige frühzeitige Ausscheidungen bis zum Finale hin  kleinere oder größere Rollen spielen. Mit dazu kommen freilich zig neue Handlungsstränge, während sich die bereits Bekannten bis zur Endlosigkeit immer weiter zerfasern. Andere sind nur für wenige Folgen relevant und verschwinden dann plötzlich. Und natürlich muss es jedesmal das ganz große Drama sein. Die große Liebe, der brutale Tod, die schreckliche Enttäuschung, der schlimme Betrug, die furchtbare Lüge, der unerwartete Verrat&#8230; Weder die Geschichte noch die Figuren können dann noch in sich schlüssig sein oder überzeugend glaubhaft. Alles verkommt alles zu einer formlosen Beliebigkeit, die einen ob des stets gewollten Übermaßes nur allzu schnell langweilt. Gefickt und gekillt wird schlicht auch schon zuviel. Und irgendwann hält man das ständige Geflenne auch nicht mehr aus.</p>
<p>Wobei man teils ohnehin nicht mehr so wirklich mitbekommt, wer jetzt was und warum tut. Zum Beispiel versteht man irgendwann nicht mehr, warum die gute Sookie nach wie vor einen velogenen Massenmörder liebt, der sie so nebenbei auch fast umgebracht hätte und bei allem Gefasel davon, wie sehr er sie nicht beschützen will, ständig in Gefahr bringt. An Bill versteht man nicht mehr, warum er zuvor so konsistent in seinen Überzeugungen und in seinem Streben betreffend dargestellt wurde (Stichwort <em>&#8216;Mainstreaming&#8217;</em>), nun aber die Seiten wechselt, wie es ihm gerade passt, seine &#8216;große Liebe&#8217; Sookie hintergeht und dem fröhlichen Killen, dem er ja so hochheilig abgewschworen hat, nun wieder recht genussvoll frönt. Wo sind da noch die glaubwürdigen Motivationen? Überhaupt bleibt nach dem Finale von <strong>True Blood</strong> <strong>Season 3</strong> eigentlich kein Charakter mehr über, den man noch recht mögen könnte, denn schließlich mutieren alle zu verlogenen Mördern, die gerade Letzteres nicht ganz ungern tun und dann auch gerne mehrfach. Ich gebe den Drehbuchautoren die Schuld. Sie wollen gewollt stetig Drama und Spannung bedienen und verbiegen daher die Figuren, wie es eben gerade irgendwie in ihr Konzept passt. Nur wenn man zwischen all den hastig erzählten Handlungssträngen etwas zum Nachdenken kommt, erkennt man schnell, wie bemüht, gezwungen und recht zufällig sich alles um jeden Preis zusammenfügen will.</p>
<p><em>&#8220;There&#8217;s werewolves? Big Foot, is he real, too?&#8221;</em></p>
<h3>Ein Abgesang an die Werwölfe</h3>
<p>Ich liebe Werwölfe. Für mich sind diese klassischen Horror-Monster noch um ein bedeutendes Stück cooler, als Vampire, auch wenn die schon ziemlich cool sein können. Dummerweise werden die Werwölfe in der Popkultur oftmals recht uncool dargestellt. Die dritte Staffel von <strong>True Blood</strong> ist wirklich der Gipfel der Uncoolness, was Werwölfe betrifft. Die können nämlich garnichts. Kaum sieht man einen Werwolf, kann man sich schon sehr sicher sein, dass dieser sehr schnell eines grausigen Todes durch einen Vampir erleiden wird. Auch sonst sind sie eher eine minimale Bedrohung für Leib und Leben jedwedes sterblichen und unsterblichen Wesens. Die Werwölfe sind auch nicht viel mehr als Wölflein mit glühenden Augen. Sieht irgendwie nett aus, bringt ihnen aber nichts. Schon garnicht gegen Vampire. Angeblich werden die Werwölfe stärker, wenn sie Vampirblut trinken, das hilft aber ganz offensichtlich auch so gut wie nix. Also sterben sie wieder. Der gute Bill hat mit einem ganzen Rudel kein Problem. Also daher die Frage: was können Werwölfe eigentlich, außer sich verwandeln und sterben? Es gibt andere, wesentlich &#8216;realistischere&#8217; Settings, in denen Werwölfe kurzen Prozess mit Vampiren machen oder gar ein Rudel derselbigen die untoten Blutsauger ganz, ganz alt aussehen lassen. Aber nein, hier sind die Werwölfe schwächliche, erbärmliche, schnell sterbende Schoßhündchen der Vampire, die zwar nicht ihren Speichel lecken, aber für ein bisschen Blut praktisch deren Gesäße dezent umschmeicheln. Da zweifelt man auch schnell das Urteilsvermögen von uralten Vampirkönigen an, die  aus unerfindlichen Gründen offensichtlich die größten Pfeifen unter den Übernatürlichen als Leibwächter rekrutieren.</p>
<p>Viel schlimmer noch ist aber etwas ganz anderes. Eine Todsünde für mich in der Darstellung von Werwölfen ist diejenige welche, dass ihnen seit einigen Jahren gerne kaum oder garkeine Behaarung in menschlicher Gestalt erlaubt wird (Stichwort <strong>Twilight</strong>). Nun wissen wir ja alle, dass in der Popkultur das männliche Wesen um als Projektionsfläche zu funktionieren bevorzugt in rasierter Form anzutreffen ist. Ein Trend, den wir hauptsächlich Boygroups aus den 90ern zu verdanken haben (<em>Oh, ihr goldenen 80er Jahre!</em>), die in ihrer ästhetischen Glattheit für mehr Konsum bei heranwachsenden Frauen respektive Mädchen zu sorgen haben.  Diesen massenmedial aufoktruierten Unfall der Postmoderne, wie ich ihn nennen will, setzt sich nun dummerweise auch in der bildlichen Darstellung von Werwölfen fort. Das geht aber nicht. Das geht garnicht. Eine blutrünstige, animalische, primitive Bestie schert sich einen Dreck um einen enthaarten Hintern oder Rücken oder eben der öfter sichtbaren Brust. Jetzt dürfen die <strong>True Blood</strong>-Werwölfe immerhin im Gesicht etwas wuscheliger sein (ganz im Gegensatz zu<strong> Twilight</strong>), was immerhin ein Anfang ist, aber wenn man bedenkt, dass im Grunde Bill mit seinem flaumigen Brüstlein mehr von seiner wilden Natur zur Schau stellt, als rudelweise Werwölfe, dann entlarvt sich die Serie als dezent lächerlich, wenn sie ihre Fiktion auch nur irgendwie (noch) ernstnehmen will. Mal abgesehen von der ungenutzten Möglichkeit eines subversiven Widerstands gegen vorherrschende popkulturelle Mainstream-Normen in der Darstellung des männlichen Körpers als nicht mehr geglättetes und bereinigtes Objekt (aber das nur so nebenbei).<br />
<strong>True Blood</strong> und Werwölfe: Epic Fail!</p>
<p><em>&#8220;Mine is the true face of vampires!&#8221;</em></p>
<h3>Das einzige Highlight</h3>
<p>Ist nun alles schlecht an <strong>True Blood Season 3</strong>? Nein, es gibt noch einen wirklich erwähnenswerten Neuzugang und zwar den Vampir-König von Mississippi mit Namen Russell Edgington. Der wird ganz wunderbar süffisant, intrigant und herrlich bösartig von <strong>Denis O&#8217; Hare</strong> (<strong>21 Gramms</strong>, <strong>Charlie Wilson&#8217;s War</strong>) dargestellt. Ihm sieht man seinen Spaß an der Rolle sichtlich an. Er ist der Hauptantagonist in der gesamten Staffel und darf in so einigen, sehr schönen, sehr fiesen Szenen auftreten. Meine wenigen Lacher waren zumindest auf seiner Seite und unterm Strich bleibt er für mich das einzige Highlight. Ja, der eine oder andere Charakter-Moment für den einen oder anderen Charakter war auch nicht so übel, aber jeder davon bekommt so viele miese Momente im Gegenzug spendiert, dass einem selbige schlicht egal werden und bleiben.</p>
<div class="fazit">
<div class="rating starRating">
<div class="result4"></div>
</div>
<h1>Fazit <span>von Spenz</span></h1>
<p><strong>True Blood Season 3</strong> ist für mich durch die Bank eine einzige Enttäuschung. Zu schnell begann ich mich zu langweilen, zu schnell wurden mir die Charaktere egal. Die gewollte Spannung und das aufgesetzte Drama funktioniert nach nur wenigen Folgen garnicht mehr. Das aus allen Nähten platzende Figuren-Inventar lässt sich kaum noch überblicken. Gleichzeitig verschwinden glaubwürdige Motivationen, Zufälle werden bemüht und die Beliebigkeit regiert. Die Drehbuchautoren haben in die Handlungs-Stränge völlig überfrachtet, sie zerfaseln lassen und am Ende hält einen als Zuschauer nichts mehr wirklich bei der Stange. Selten waren mir Cliffhanger und ein Staffel-Finale so egal wie in diesem Fall.</p>
<p>Im Grunde ist es doch recht ärgerlich, dass eine bisher so gute Serie in ihrem Potential so verschwendet wird. Nun, der Produzent und Schöpfer <strong>Alan Ball</strong> hat dies bei seinem vormaligen <strong>HBO</strong>-Hit <strong>Six Feet Under</strong> (2001-2005) in fast gleicher Weise getan, also sollte es einen nicht unbedingt wundern (wenn er dafür im Gegenzug eine ganz wunderbare letzte Staffel und ein noch viel wunderbareres Finale vollbrachte). Einen hohes Qualitätsniveau über Jahre hinweg beizubehalten ist offensichtlich keine so einfache Sache&#8230;</p>
<p>Und das mit den Werwölfen werde ich ihm nie verzeihen!</p>
</div>
<h3>DVD-Extras:</h3>
<p>Die Extras sind mit Audiokommentaren, Featurettes und Dokus wieder recht ordentlich, aber das ist wohl egal, da ich den Kauf der DVD/Blu Ray ohnehin nicht empfehle.</p>
<p><strong>PS:</strong> Kenner sollten wissen, dass True Blood inzwischen auf fast schon unverschämte Weise das Pen &amp; Paper-Rollenspiel-Setting der <strong>World of Darkness</strong> von der Firma <strong>White Wolf</strong> ausplündert. Eigentlich sollte <strong>HBO</strong> Lizenz-Gebühren bezahlen, was das betrifft.
<div class="entryFooterAd" style="text-align:center">
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-7983553845946955";
/* 468x60, Erstellt 12.02.11 */
google_ad_slot = "6081408392";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script><br />
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kinofilme.com/reviews/true-blood-staffel-3/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Scarface</title>
		<link>http://www.kinofilme.com/reviews/scarface</link>
		<comments>http://www.kinofilme.com/reviews/scarface#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 17:26:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kinofilme.com/?p=6943</guid>
		<description><![CDATA[Al Pacino ist unumstritten einer der besten und auch beliebtesten Schauspieler unserer Zeit. Es gibt nur wenige Charakterdarsteller mit einem so weiten Repertoire wie der Italoamerikaner. Ob als blinder Colonel in Der Duft der Frauen (die bis dato trotz sagenhafter acht Nominierungen einzig Oscar-prämierte Rolle Pacinos), als ehrlicher Cop im Kampf gegen die Korruption in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Al Pacino</strong> ist unumstritten einer der besten und auch beliebtesten Schauspieler unserer Zeit. Es gibt nur wenige Charakterdarsteller mit einem so weiten Repertoire wie der Italoamerikaner. Ob als blinder Colonel in <strong>Der Duft der Frauen</strong> (die bis dato trotz sagenhafter acht Nominierungen einzig Oscar-prämierte Rolle <strong>Pacinos</strong>), als ehrlicher Cop im Kampf gegen die Korruption in <strong>Serpico</strong> oder als italienischer Mafioso in der Saga <strong>Der Pate</strong>. Ob vor der Kamera oder auf der Theaterbühne, der inzwischen 71-Jährige weiß sein Publikum zu begeistern. <strong>Al Pacino</strong> lebt seine Rollen und genau deswegen ist das Gangsterepos <strong>Scarface</strong> heute ein Kultfilm. Denn ohne <strong>Pacinos</strong> großartige „Over-the-Top“-Performance als Tony Montana wäre der Thriller von Starregisseur <strong>Brian DePalma </strong>(<strong>Die Unbestechlichen</strong>, <strong>Mission:Impossible</strong>) nur die Hälfte wert.</p>
<p><em>„Say hello to my little friend!”</em></p>
<h3>Scarface – ein weltweites Phänomen</h3>
<p>Kürzlich wurde <strong>Scarface</strong> weltweit zum ersten Mal auf Blu-ray und in Deutschland erstmalig in seiner ungekürzten Originalfassung veröffentlicht. Und obwohl der Film immerhin schon 28 Jahre auf dem Buckel hat und für heutige Verhältnisse viele Klischees bedient, hat das Werk und allen voran die Leistung des Hauptdarstellers keineswegs an Klasse verloren. <strong>Scarface</strong> ist einer der wenigen Filme, die nicht „altern“. Das liegt zum Teil auch daran, dass er die Vorlage für viele Phänomene der heutigen Popkultur ist. Inzwischen sind Filme mit Kokain-handelnden Kubanern in Miami schon lange nichts Besonderes mehr. Doch Schuld daran ist, dass <strong>Scarface</strong> einen enormen Einfluss auf die Film- und auch die Musikindustrie hatte und noch heute gerne zitiert und – zum Teil – auch kopiert wird. Als der Film erstmals in die Kinos kam, wurde den Zuschauern eine neue Geschichte erzählt, etwas, was sie so noch nicht gesehen hatten.</p>
<p>Der eigentliche Inhalt von <strong>Scarface</strong> ist schnell zusammengefasst. Tony Montana wandert als politischer Gefangener von Kuba in die USA aus und arbeitet sich vom kleinen Handlanger bis ganz nach oben zum König der Unterwelt von Miami. Dies gelingt ihm allen voran dank seiner enormen Selbstsicherheit und seinem Gespür für die richtige Tat zum richtigen Zeitpunkt – und nicht zu vergessen dadurch, dass er vor Gewalt nicht zurückschreckt. Mit seiner rücksichtslosen und skrupellosen Art baut er sich ein beispielloses Gangster-Imperium auf. Doch das Spiel mit Gewalt, Drogen und Geld ist auch für Tony Montana nicht ungefährlich…</p>
<p><em>„All I have in this world is my balls and my word and I don&#8217;t break them for no one.”</em></p>
<h3>Die neue Blu-ray: Extras, Extras, Extras…</h3>
<p>Es gibt Kritiker, die <strong>Pacino</strong> vorwerfen, seine Rolle überspielt zu haben. Doch im Grunde tut der Schauspieler genau das, was der Charakter tun muss, um es an die Spitze der Drogenszene zu schaffen. Er übertreibt, aber tut das aus gutem Grund. Um sich ins Geschäft zu bringen, um Eindruck zu schinden. Gerade die Art, mit der <strong>Pacino</strong> an die Rolle herangegangen ist, macht den Film zu einem Meisterwerk. Hinzu kommt das Drehbuch von <strong>Oliver Stone</strong>. Der Regisseur von <strong>Platoon</strong> schrieb das Script in einer Zeit, in der er sich selber im Kampf gegen die Drogensucht befand. Über das Schreiben verarbeitete er menschliche Abgründe und das merkt man <strong>Scarface</strong> letztlich auch an. Es wird vor nichts zurückgeschreckt, Gewalt nicht verharmlost. Die brillante Regie von <strong>Brian DePalma</strong> und die ebenfalls starken Akteure in den Nebenrollen (unter anderem <strong>Michelle Pfeiffer</strong> und <strong>Robert Loggia</strong>) runden das Gesamtbild letztlich ab.</p>
<p>Der Soundtrack und die visuelle Umsetzung lassen ebenfalls keine Wünsche offen und so ist es schwer, an <strong>Scarface</strong> wirkliche Kritikpunkte zu finden. Vielen wird – verständlicherweise – die Gewaltanwendung nicht gefallen und <strong>Scarface</strong> ist Beileibe kein Film für Kinder und junge Jugendliche; erst Recht nicht in der ungekürzten Fassung. Doch der Streifen ist eben nicht nur ein Gangsterfilm, sondern vielmehr ein gesellschafts-kritisches Werk, eine Art Milieustudie. Um das zu Unterstreichen wurden im Laufe der Zeit viele Dokumentationen über den Film gedreht, es wurden immer wieder Interviews geführt und unzählige Analysen verfasst. An diesem Punkt kommt die neue Bluray- und DVD-Edition des Films ins Spiel. Denn der Käufer wird hier mit interessanten Extras regelrecht überschüttet. Ein kleiner Auszug: ein „Making-Off“, die Doku „Die Wiedergeburt von <strong>Scarface</strong>“  und eine Hommage der Hiphop-Szene an den Film, unveröffentliche Szenen, Trailer, Interviews mit den Darstellern und Verantwortlichen, eine TV-Version und vieles mehr. Für die ganz großen Fans gibt es auch noch die Box-Edition. Hier gibt es die Blu-ray in einer Zigarrenbox in <strong>Scarface</strong>-Optik plus verschiedener Fanartikeln. Die inzwischen schon fast übliche Digital Copy ist bei beiden Blu-ray-Veröffentlichungen natürlich auch mit von der Partie.</p>
<p>Alles in allen muss man ein großes Lob an <strong>Universal Pictures</strong> aussprechen. Man hat es geschafft, einen Klassiker in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Die Ton- und Bildqualität ist selbst in High Definition für einen Film diesen Alters eine absolute Augenweide, die Bonusmaterialien der Neuauflage sind eine Klasse für sich und einem Meisterwerk wie <strong>Scarface</strong> absolut würdig.</p>
<p><em>„You think you can take me? You need a fucking army if you gonna take me!”</em></p>
<div class="fazit">
<div class="rating starRating">
<div class="result10"></div>
</div>
<h1>Fazit <span>von Wolfgang</span></h1>
<p>Ich lege mich fest: <strong>Scarface</strong> ist ein Meisterwerk des modernen Films. Sicherlich trifft er nicht jedermanns Geschmack, aber die vielen Facetten, die tollen Leistungen der Schauspieler, die Regie und das Drehbuch sollten die meisten Filmfans dahin schmelzen lassen. Über den Inhalt an sich muss kaum etwas gesagt werden. Die Performance von Al Pacino ist und bleibt legendär. Wer den Film noch nicht gesehen hat – unbedingt nachholen! Und für die Neuauflage der Blu-ray kann man nur eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.</p>
</div>
<div class="entryFooterAd" style="text-align:center">
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-7983553845946955";
/* 468x60, Erstellt 12.02.11 */
google_ad_slot = "6081408392";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script><br />
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kinofilme.com/reviews/scarface/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Firefly &#8211; Die komplette Serie</title>
		<link>http://www.kinofilme.com/reviews/firefly-die-komplette-serie</link>
		<comments>http://www.kinofilme.com/reviews/firefly-die-komplette-serie#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 11:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kinofilme.com/?p=5704</guid>
		<description><![CDATA[Am 20. Dezember 2002 geschah das größte Verbrechen in der gesamten Geschichte des Fernsehens. Die US-amerikanische Science-Fiction-Serie Firefly wurde nach nur 11 ausgestrahlten Episoden vom TV-Sender Fox abgesetzt. Damit wurde eine der besten, originellsten, witzigsten, intelligentesten und in sich stimmigsten Genre-Produktionen inmitten einer nicht einmal vollendeten Staffel von offenbar hirntoten Studiobossen aufs Grausamste abgewürgt. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. Dezember 2002 geschah das größte Verbrechen in der gesamten Geschichte des Fernsehens. Die US-amerikanische Science-Fiction-Serie <strong>Firefly</strong> wurde nach nur 11 ausgestrahlten Episoden vom TV-Sender <strong>Fox</strong> abgesetzt. Damit wurde eine der besten, originellsten, witzigsten, intelligentesten und in sich stimmigsten Genre-Produktionen inmitten einer nicht einmal vollendeten Staffel von offenbar hirntoten Studiobossen aufs Grausamste abgewürgt.</p>
<p>Der geniale Schöpfer von <strong>Firefly</strong> ist <strong>Joss Whedon</strong>, der zuvor mit <strong>Buffy – Im Bann der Dämonen</strong> (1997-2003) sowie <strong>Angel – Jäger der Finsternis</strong> (1999-2004) große Erfolge feierte. Zudem war er auch der Drehbuchautor des Films <strong>Alien – Die Wiedergeburt</strong> (1997). 2011 begann er als Regisseur mit den Aufnahmen zum <strong>Marvel</strong>-Megaprojekt <strong>The Avengers</strong>, der im Jahr darauf in unsere Kinos kommen wird.</p>
<p>Ich würde diese Zeilen nicht schreiben, wenn das Ende von <strong>Firefly</strong> nicht auch ein neuer Anfang gewesen wäre. Der DVD-Verkauf der gänzlich unvollständig gebliebenen Serie war auch aufgrund einer überaus aktiven und treuen Fandgemeinde so erfolgreich, sodass <strong>Joss Whedon</strong> im Jahr 2005 einen Kinofilm mit dem Titel <strong>Serenity</strong> produzieren konnte. Dies ist praktisch einzigartig in der gesamten TV-Geschichte. Und so begab es sich auch, dass ich zuerst im nächsten Lichtspielhaus von diesem SF-Wunder auf der großen Leinwand gänzlich hinfort gerissen wurde, ehe ich das gesamte Genie und die allumfassende Großartigkeit dieses wunderbaren Universums in der nachfolgenden Beschauung der Serie selbst erfuhr…</p>
<p><em>&#8220;You can&#8217;t take the sky from me.&#8221;</em></p>
<h3>The Final Frontier</h3>
<p>Eine globale Überbevölkerung und Ressourcenmangel führte dazu, dass Millionen von Menschen die ‚Erde von einst&#8217; verlassen mussten und mit Generationenschiffen ein neues Sternensystem besiedelten. Die letzten beiden verbliebenden Großnationen der USA und Chinas standen hinter dem Unternehmen. Es wurden Niederlassungen auf dutzenden Planeten und Monden geschaffen, wobei jedoch nur die zentralen Welten über den größtmöglichen technischen Fortschritt verfügen. Je tiefer in die Peripherie hinein, umso rauer sind die Bedingungen für Siedler, die in einer erst kürzlich zuvor terrageformten Umwelt oft ums schiere Überleben kämpfen müssen. So entstand ein neuer Wilder Westen zwischen den Sternen.</p>
<p>Die Allianz ist die alles umfassende Führungsmacht und die alleinig bestimmende Regierungsorganisation. Von den Kernwelten aus entsendet sie ihre riesigen Raumschiffe, die alle Handelsrouten und Kolonien kontrollieren. Die einzig nennenswerte Unabhängigkeitsbewegung von Separatisten, genannt ‚Browncoats&#8217;, fand ihr blutiges Ende in der vernichtenden Schlacht von ‚Serenity Valley&#8217;. Nach dem Vereinigungskrieg hatte die Allianz ihre absolute Autorität über sämtliche Sternensysteme gefestigt.</p>
<p>Fernab der zentralen Gestirne, in der alles andere als ungefährlichen Peripherie, findet sich jedoch noch ein wenig Freiheit. Kleinere und größere Kriminelle gehen dort ihren Machenschaften nach, fliegen unter dem Radar der Allianz und halten sich mit Gelegenheitsjobs der meist schmutzigen Sorte über Wasser. Malcolm ‚Mal&#8217; Reynolds ist einer dieser letzten Unabhängigen, der mit seinem Schiff der Firefly-Klasse, die ‚Serenity&#8217;, und mit seinem so verrückten wie draufgängerischem Haufen von Mannschaft das Abenteuer sucht, welches sie meist auf äußerst unangenehme Weise auch findet. Aber er und seine Crew sind mit dem Schiff Heimat geworden und dies ist weit mehr, als man sonst in der Tiefe des Alls zu finden vermag. Und ihre Geschichten sind es wahrlich wert, erzählt zu werden…</p>
<p><em>&#8220;The Hero of Canton, the man they call Jayne!&#8221;</em></p>
<h3>Ein Herz von Helden</h3>
<p>Was macht den <strong>Firefly</strong> nun so wahrhaftig großartig? Neben so vielen wunderbaren Elementen bis hin zu ganz wichtigen Details sind es zu allererst die Figuren, die Protagonisten, die Helden. Der Autor <strong>Joss Whedon</strong> verleiht einem jeden einzelnen von ihnen Würde, Humor, Charakter, immer auch ein wenig Ambivalenz und das richtige Quäntchen an liebenswerter Schrulligkeit, die in dieser perfekten Abmischung absolut stimmig in sich wirken und dabei sehr glaubhaft rüberkommen. Sympathisch sind sie alle auf ihre Art ja ohnehin und die Dynamik untereinander funktioniert ganz prächtig. Wichtig in ihrer Darstellung ist freilich auch, dass sie alle ihre Vergangenheit und meist auch ihr Geheimnis haben, welche mehrfach thematisiert werden oder eben langsam gelüftet. Ganze neun Hauptfiguren sind es, die die Crew der Serenity (die zehnte Hauptfigur eigentlich) bilden und jeder von ihnen könnte nicht überzeugender sein.</p>
<p>Der Captain selbst, Malcolm ‚Mal&#8217; Reynolds (<strong>Nathan Fillion</strong>), ist schlicht die Reinkarnation von Han Solo in seinen besten Tagen, ein Gauner mit Herz und Prinzipien also. Zudem schießt er auch oft genug zuerst, ehe er fragt. Natürlich kämpfte er einst gegen die Allianz und der Name seines Schiffes ist demnach auch kein Zufall. Zoe Washburne (<strong>Gina Torres</strong>) ist die stolze Kriegerin an seiner Seite, während ihr Ehemann Wash (<strong>Alan Tudyk</strong>) im Pilotensessel der Serenity auch mal mit Plastikdinosauriern spielt. Inara Serra (<strong>Morena Baccarin</strong>) ist eine hoch angesehene Edelprostituierte, eine so genannte Companion, die im gemieteten Shuttle ihre Kunden auf diversen Welten bedient. Was ausgerechnet sie in dieser Gesellschaft von Schmugglern, Räubern und Piraten (wenn auch von der netten Sorte) sucht, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Der Mann fürs Grobe ist der grobschlächtige Jayne Cobb (<strong>Adam ‚Animal Mother&#8217; Baldwin</strong>), der praktisch den Archetypus des rauen und nicht immer ganz zu trauenden Söldners verkörpert. Dass er für Geld alles macht, beweist er nicht nur seinem Captain. Das gute Herz der Crew wird praktisch in Reinform von Kaylee (<strong>Jewel Staite</strong>), der Schiffsmechanikerin, verkörpert. Was sie liebt und gern hat, muss man einfach lieben und gern haben. Nicht ganz aus freien Stücken kommen auch noch Simon Tam (<strong>Sean Maher), </strong>seines Zeichens Doktor mit bester Ausbildung, und seine so verwirrte wie psychisch überbegabte Schwester River (<strong>Summer Glau</strong>) an Bord. Gesucht und verfolgt von der Allianz wird die Serenity auch zu ihrer Heimat. Und schließlich verschlägt es auch noch den Priester Derrial Book (<strong>Ron Glass</strong>) auf das Schiff, wobei der eigentlich kein Priester ist.</p>
<p>Was das Ensemble betrifft, so kann man dazu nur sagen: dies ist ein perfekter Cast. Keine Rolle wirkt auch nur im Ansatz fehlbesetzt. Hier verschmilzt ein jeder Schauspieler von Beginn an vollkommen mit seiner Rolle und überzeugt in allem. Dass sie dabei auch ihren ganz großen Spaß hatten und ihre Harmonie auch abseits des TV-Schirms spürbar ist, merkt man sehr schnell in den Interviews und Audiokommentaren. Ja sogar die vereinzelt mehrfach auftauchenden Nebenbesetzungen sind ideal ausgewählt. Die winzige Trübung in allem ist für mich lediglich <strong>Gina Torres</strong> alias Zoe, die doch oft einen Tick zu eindimensional wirkt und nicht immer ganz an die Brillanz ihrer Kollegen anschließen kann, aber das ist schon Kritik auf allerhöchstem Niveau.</p>
<p>&#8220;<em>If you take sexual advantage of her, you&#8217;re going to burn in a very special level of Hell. A level they reserve for child molesters and people who talk at the theater.&#8221;</em></p>
<h3>Die staubige Zukunft</h3>
<p>Was <strong>Firefly</strong> ansonsten noch besonders auszeichnet ist unter anderem die Verquickung des Western- und SF-Genres. Zwar mag die Menschheit mit Raumschiffen durch das All reisen, aber auf den feindseligen Grenzwelten sind nach wie vor Pferde das wichtigste Fortbewegungsmittel und in den staubigen Wüsten der gerade kürzlich terrageformten Planeten sehen die Siedlungen nicht viel anders aus, als jene aus der Pionierzeit der frühen USA. Die ‚Kolonisierungspolitik&#8217; der Allianz ist eben etwas ‚kompromisslos&#8217;. Raue Sitten und das Brechen von Gesetzen gehören da freilich zur Tagesordnung. Will heißen: Kneipenschlägereien, Revolverduelle und Verfolgungsjagden machen einen Gutteil der Serie aus.</p>
<p>Generell wird hier eine Zukunft gezeigt, in der die technologischen Fortschritte zwar gewaltig sein mögen und das Reisen zwischen Planeten fast zum Alltag gehört, aber gleichzeitig gibt es enorme soziale Gefälle mit höchst privilegierten Bevölkerungsgruppen und fast schon Ausgestoßenen am Rande, in der Peripherie, auf den neuen Welten. Im Grunde hat sich in der Zukunft nichts geändert. Die Probleme sind die Gleichen, die Menschen haben noch immer dieselben Sehnsüchte und die Freiheit ist ein hohes Gut, das immer wieder erkämpft werden will. Es ist fast die Antithese zum <strong>Star Trek</strong>-Universum, in dem die Raumschiffe immer etwas zu sauber sind und das eigentliche Unglück für Menschen immer nur ganz weit weg, tief in der Finsternis des Alls lauert. Die Serenity ist heruntergekommen und ihre Crew trägt ihre Abgründe immer mit sich.</p>
<p><em>&#8220;&#8216;Luh-suh&#8217;?! Serenity ain&#8217;t &#8216;Luh-suh&#8217;.&#8221;</em></p>
<h3>Das neue Sehen und das andere Hören</h3>
<p><strong>Firefly</strong> prägte zudem so nebenbei praktisch eine ganz neue Art des visuellen Stils in Serien. Hier kommt nämlich geradezu exzessiv die Hand- bzw. ‚Wackelkamera&#8217; zum Einsatz. Komplett ruhige, fokussierte Einstellungen sind nur selten. Während dies betreffend der Realaufnahmen in Film und (wenn auch weit seltener) in Fernsehen schon zuvor angewendet wurde, wird hier bei den computeranimierten Effektszenen dieselbe Darstellungsweise gewählt. So sind zum Beispiel Außenaufnahmen im Weltall nicht immer gleich scharf und oft genug wird mit der Linse erst nach einem Objekt ‚gesucht&#8217;. Insgesamt wollte <strong>Joss Whedon</strong> den Eindruck vermitteln, dass es sich hierbei um ‚found footage&#8217; handelt, also dass das Geschehen wie zufällig abgefilmt wurde. Die großartige SF-Serie <strong>Battlestar Galactica</strong> (2003-2008) hat dies, wie so manch andere Produktion in der Folge, imitiert. Und so nebenbei sind die Computeranimationen absolut hervorragend und erstmals gelang hier auch die realistische Implementierung von digitalen Effekten in Handkamera-Szenen. Die Ausstattung ist auch erste Klasse. Das Interior der Serenity wurde nämlich mit allen Räumlichkeiten komplett und in praktisch &#8216;einem Stück&#8217; gebaut, wodurch sich ein stimmiges Raumgefühl ergibt. Gleiches gilt auch für die vielen &#8216;On Location&#8217;-Sets. Ja, auch die Kostüme und die Props sind schön gelungen.  </p>
<p>Sehr schön auch, dass in <strong>Firefly</strong> bei ‚Außenaufnahmen&#8217; im Weltall keinerlei Soundeffekte zu hören sind. Bekanntlich gibt es ja im Vakuum keine Verbreitung von Schall, da ein Trägermedium wie Luft fehlt. Das Genre-Meisterwerk <strong>2001: Odyssee im Weltall </strong>von <strong>Stanley Kubrick </strong>griff erstmals auf dieses Stilmittel zurück. Besonders <strong>Star Wars</strong> ließ uns dann erst glauben, dass Explosionen im All recht laut sein müssten. Insgesamt funktioniert dieser auditive Kniff bei <strong>Firefly</strong> aber hervorragend.</p>
<p>Ja, auch der Soundtrack der Serie sei hier erwähnt, denn der ist ein gekonnter Mix aus allen nur erdenklichen kulturellen Einflüssen. Natürlich gibt es reichlich Zitate an typische <strong>Western</strong>-Musik, aber es spielen auch noch zum Beispiel chinesische Instrumente und so einiges andere hinein, was zum ‚melting pot&#8217;-Motiv von <strong>Firefly</strong> gut passt.</p>
<p>Und sämtliche Figuren fluchen permanent in chinesischer Sprache, aber das nur so nebenbei…</p>
<p><em>&#8220;Dear Diary: Today I was pompous and my sister was crazy. Today we were kidnapped by hill folk, never to be seen again. It was the best day ever.&#8221;</em></p>
<h3>Alles anders, aber mit Humor</h3>
<p><strong>Firefly</strong> schafft das Kunststück auf die Erwartungshaltungen von Mainstream-Serienschauern aufzubauen und diese mit einer gewitzten Konsequenz mehrfach zu brechen. Dies sieht man sowohl in der Figurenzeichnung als auch im überraschenden Ausgang von typischen ‚Standard-Situationen&#8217;. So wird auch Amoralität oder brutales Vorgehen nicht immer bestraft oder als per se negativ dargestellt, nein, oft genug erscheint sie als durchaus vernünftig aus dem Zwang der Umstände heraus. Besonders der Captain Malcolm Reynolds tötet oft genug schnell und kompromisslos. Eine Geißelsituation wird damit schon mal in nur einer Sekunde gelöst, wo doch langwieriges Verhandeln oder ein actiongeladenes Schussduell zuvor erwartet werden könnte. Eine Figur wie Jayne Cobb darf auch schon mal die Situation von Prostituierten ausnutzen und kann seinen Spaß haben, ohne im Nachhinein dafür angeklagt zu werden oder als ‚Bösewicht&#8217; dazu stehen. Und die sogenannte ‚Hure&#8217; Inara Serra ist die mit Abstand angesehenste Person der Crew und wird generell auf allen Welten geradezu bewundert. Eine humanistische Note in Sachen menschliche Ambivalenz will ich bei alledem gerne erkennen.</p>
<p>Es ergibt sich auch in vielen Szenen eine deutliche Situationskomik, die schlicht durch Überraschungseffekte entsteht. Spontanes Loslachen über eine plötzliche und unerwartete Wendung inklusive. Dies schafft <strong>Joss Whedon</strong> auch reichlich in seinen oft extrem witzigen Dialogen. Da gibt es genug coole One-Liner, die man im Nachhinein endlos oft zitieren kann. Die Charaktere werden dabei freilich auch noch um einiges sympathischer. Insgesamt fügt sich das ‚humorige Element&#8217; ganz wunderbar in das Gesamtkonzept der Serie.</p>
<p><em>&#8220;Ah! Curse your sudden but inevitable betrayal!&#8221;</em></p>
<h3>Die Schönheit des Unvollkommenen</h3>
<p>Wie bereits eingangs erwähnt wurde <strong>Firefly</strong> nach nur 11 Episoden (insgesamt wurden 14 produziert) abgesetzt, was dazu führt, dass wir hier eine nicht einmal komplette Staffel einer SF-Serie bekommen, die enorm viel an Potential zeigen durfte, dieses aber nie ganz ausspielen konnte. Man könnte ohnehin meinen, dass die Fernsehserie von <strong>Fox </strong>von Anfang an boykottiert wurde. Erstmals wurde der Pilotfilm gleich mal gar nicht ausgestrahlt, da dieser den Studiobossen nicht actionreich genug war. Es galt also, die gesamte und aufwändige Exposition von Figuren und Universum nicht mehr in 90 Minuten zu präsentieren, sondern diese in 45 Minuten und einer neuen Folge (<em>Schmutzige Geschäfte – The Train Job</em>) reinzuquetschen, aber auch so, dass der Anfang der Serie in sich stimmig blieb. Dann wurde noch mehrfach der Sendeplatz für <strong>Firefly</strong> gewechselt und es gab parallele Ausstrahlungstermine zu Zeiten, wo diese keine ordentliche Quote machen konnte. Schließlich kam das unweigerliche Ende und eine der großartigsten SF-Serien wurde brutalst abgewürgt. Weshalb <strong>Fox</strong> so agierte, darüber darf wohl reichlich spekuliert werden.</p>
<p>Somit bleibt <strong>Firefly </strong>so etwas wie ein Fragment, wie ein verlorener Ansatz, wie ein Höhenflug ohne Höhe. Andere Serien wie diverse Ableger des <strong>Star Trek</strong>-Universums brauchen schon mal volle drei Staffeln, ehe sie halbwegs in die Gänge kommen oder gar die Figurenzeichnung wirklich stimmig ist. Dies schafft Firefly in einer Handvoll von Folgen (gerade noch eine halbe Staffel also) und manche davon, wie besonders <em>Kampf ums Überleben – Out of Gas,</em> sind ein Geniestreich für sich. Das einzig Gute daran ist, dass der Fan, der begeisterte Seher, nie ein Schwinden an Qualität, ein enttäuschendes Erlöschen erleben musste. Ja, soviel an potentiellem Schaugenuss mag hier verloren sein, aber hier ist die Freude und die Begeisterung für diese einzigartige Schöpfung größer, als der Schmerz über den jähen Verlust. Dies ist die bittersüße Note von<strong> Firefly</strong>.</p>
<p><em>&#8220;Y&#8217;all gonna be here when I wake up?&#8221;</em></p>
<div class="fazit">
<div class="rating starRating">
<div class="result10"></div>
</div>
<h1>Fazit <span>von Spenz</span></h1>
<p><strong>Firefly</strong> muss man einfach gesehen haben. Man verliebt sich nur allzu schnell in die Serie und ihre herrlichen Charaktere, welche nicht glaubwürdiger und sympathischer sein könnten. Hier wirkt alles in sich stimmig, gekonnt gemacht und gleichzeitig auch äußerst originell. Die genau richtige Portion an Humor ist dabei ein entscheidender Faktor. Die Dialoge und die Handlungsstränge sprühen geradezu vor Gewitztheit und Brillanz. Insgesamt hat <strong>Firefly </strong>eine erfrischende Unangepasstheit, sowohl stilistisch, als auch inhaltlich. Diverse Konventionen des Fernsehens und des SF-Genres werden hier bewusst gebrochen, was viel vom eigentlichen Spaß beim Zuschauen ausmacht. Und so nebenbei bekommt man auch ein sehr durchdachtes Universum präsentiert, das den Fokus deutlich auf das Menschsein legt und immer wieder etwas an Sozialkritik zwischen den Zeilen zeigt.</p>
<p><strong>Joss Whedons</strong> Meisterwerk ist aber auch wie eine unvollendete Komposition, wo man das Stück nie ganz hören wird und nie das gesamte Genie, das gesamte Potential erfassen und genießen wird können. Wie gerne hätte man doch mehr gesehen von alledem, wie gerne hätte man diese wunderbaren Figuren noch viel länger begleitet. <strong>Joss Whedon</strong> hat einmal gemeint, dass mit dem Ende von <strong>Firefly </strong>sein Herz gebrochen wurde. Es war die Quelle seiner größten Freude und seines tiefsten Schmerzes. Wer die Serie einmal gesehen hat, versteht ihn&#8230; </p>
</div>
<h3>DVD-Extras:</h3>
<p>Ganz klare Empfehlung: kaufen! Mal abgesehen von der fantastischen Serie selbst in bester Qualität und mit einer wirklich, wirklich großartigen deutschen Synchronisation finden sich auf den Silberscheiben noch eine große Menge an Extras. Es gibt Audiokommentare mit <strong>Joss Whedon </strong>und einem Großteil des Casts zu zahlreichen Folgen. Es gibt mehrere Featurettes, die die Entstehungsgeschichte, die Produktion und letztlich auch das Ende von Firefly beleuchten. Dabei kommt praktisch die gesamte Crew in Interviews zu Wort. Unveröffentlichte Szenen gibt es ebenso zu begutachten wie Probeaufnahmen. Besonders witzig ist auch das ‚Gag-Reel&#8217; mit entfallenen Szenen, in denen es zu unbeabsichtigten und auch mal zu beabsichtigten Pannen während der Dreharbeiten kam. Eine DVD-Ausstattung für eine Serie könnte wohl kaum besser sein.</p>
<p>PS: Eine Kritik zum Kinofilm <strong>Serenity</strong> werde ich demnächst auch hier verschriften…</p>
<p>PPS: Achja, das muss auch noch sein…</p>
<p><iframe width="600" height="480" src="http://www.youtube.com/embed/zmG4tPspd-E" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
<div class="entryFooterAd" style="text-align:center">
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-7983553845946955";
/* 468x60, Erstellt 12.02.11 */
google_ad_slot = "6081408392";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script><br />
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kinofilme.com/reviews/firefly-die-komplette-serie/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mad Men &#8211; Staffel 2</title>
		<link>http://www.kinofilme.com/reviews/mad-men-staffel-2</link>
		<comments>http://www.kinofilme.com/reviews/mad-men-staffel-2#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 12:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kinofilme.com/?p=5636</guid>
		<description><![CDATA[Erst unlängst habe ich an dieser Stelle der ersten Staffel der äußerst formidablen US-amerikanischen Fernsehserie Mad Men ein kritisches Loblied gewidmet. Natürlich konnte ich nicht allzu lange ohne eine genussvolle Beschauungs-Fortsetzung ausharren. Also musste die zweite Staffel her und dank Bestellmöglichkeiten via Internet bekommt man ja sowas rasch und unkompliziert (als Kind des VHS-Zeitalters weiß ich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erst unlängst habe ich <a href="http://www.kinofilme.com/reviews/mad-men-staffel-1">an dieser Stelle</a> der ersten Staffel der äußerst formidablen US-amerikanischen Fernsehserie <strong>Mad Men</strong> ein kritisches Loblied gewidmet. Natürlich konnte ich nicht allzu lange ohne eine genussvolle Beschauungs-Fortsetzung ausharren. Also musste die zweite Staffel her und dank Bestellmöglichkeiten via Internet bekommt man ja sowas rasch und unkompliziert (als Kind des VHS-Zeitalters weiß ich, dass das nicht immer alles so schön und schnell verfügbar war). Jedenfalls hatte ich allerhöchste Erwartung nach dem gewaltig weit oben angesetzten Qualitätsniveau der ersten 13 Folgen.</p>
<p><em>“Get out of here and move forward. This never happened. It will shock you how much it never happened.”</em></p>
<h3>Das Jahr, in dem die Welt am Abgrund stand…</h3>
<p>Die Werbeagentur Sterling &amp; Cooper in New York erfährt erfolgreiche Zeiten. Das Geschäft läuft gut und die Kunden sind zufrieden. Zwar müssen hie und da Risiken eingegangen werden und die Rechnung geht nicht immer auf, aber die Zahlen stimmen und die Kreativen sind inspiriert.</p>
<p>Auch Don Draper scheint den Erfolg weiterhin gepachtet zu haben. Allerdings beginnt seine Ehe langsam durch die immer offensichtlich werdenden Lügen und den heimlichen Betrügereien zu zerbrechen. Seine Frau Betty wird mit den schmerzlichen Offenbarungen konfrontiert und muss erkennen, dass ihre heile Welt und ihr perfekter Mann nie existiert haben. Beide fliehen voneinander, ertragen es aber auch nicht gänzlich alleine. Wobei Don wohl letztlich der Einsamere ist.</p>
<p>So wie sich die Welt verändert, so kommt es auch zu Veränderungen bei Sterling &amp; Cooper. 1962 ist kein gutes Jahr. Marilyn Monroe verstirbt unter nicht gänzlich geklärten Umständen. Die Kubakrise macht für alle den möglichen nuklearen Holocaust greifbarer denn je. Der Werbeagentur und ihren Mitarbeitern selbst stehen auch andere Zeiten bevor. Abgründe tun sich für manche auf, während andere im schnellen Leben auf der Strecke bleiben. Die Entscheidungen aus der Vergangenheit haben ihre Konsequenzen. Immer.</p>
<p><em>“One day you&#8217;re there and there&#8217;s less of you and you wonder where that part went. If it&#8217;s living somewhere outside of you and you keep thinking maybe you&#8217;ll get it back and then you realize it&#8217;s just gone.”</em></p>
<h3>Niveau ist alles</h3>
<p><strong>Mad Men</strong> gelingt das Kunststück mit der gesamten zweiten Staffel das Niveau auf allerhöchstem Level zu halten. Konsequent großartig bleiben Figurenentwicklung, Dialoge, Handlungsverläufe und Schauspiel (die Darsteller gehen in ihren Rollen inzwischen vollkommen auf). Hier verlassen sich die Schöpfer und Macher gänzlich auf die Stärken der Show und diese kennen sie offenbar ganz genau. Es ist wieder die kluge Subtilität und die präzise Darstellungsweise, die hier ganz und gar prächtig in Szene gesetzt wird.</p>
<p>Wobei für mich die Serie immer genau dann am besten ist, wenn nach langem Aufbau von Figuren und den Situationen, in die sie sich verstrickt haben, sie mit einer Szene oder oft nur mit einem Satz völlig entblößt werden oder in ihren eigenen Abgrund (oder den des Anderen) blicken müssen. Dies geschieht oft erstmals fast beiläufig, aber nur Momente später entfesselt sich das ganze Drama und die Verzweiflung kommt mit der Angst wieder hoch. Auch schön: selten sieht man in einer Serie so deutlich, wie sämtliche Handlungen der Protagonisten vor allem langfristig zu entscheidenden Konsequenzen führen, die oft genug brutal und schmerzlich sind. Jedoch passiert dies nie in moralisierender Weise, sondern vielmehr wird die Menschlichkeit dahinter deutlich. Die Vergangenheit jedenfalls, holt einen immer ein. Dass dabei die zweite Staffel komplett auf der Ersten aufbaut, beeindruckt in seiner folgerichtigen Beständigkeit.</p>
<p>Der Einbezug historischer Ereignisse und ihre Wirkung auf die Individuen funktioniert gerade bei dem Tod von Marilyn Monroe und der Kubakrise auf sehr gelungene Art. Die Serie schafft es dabei tatsächlich, diese Zeit und die damaligen Umstände greifbar und glaubhaft zu machen. Dies ist vor allem für heutige Generationen weit mehr als nur interessant anzuschauen.</p>
<p><em>“You are the product. You feeling something. That&#8217;s what sells. Not them. Not sex. They can&#8217;t do what we do and they hate us for it.”</em></p>
<div class="fazit">
<div class="rating starRating">
<div class="result9"></div>
</div>
<h1>Fazit <span>von Spenz</span></h1>
<p>
Mit einer konzentrierten Konsequenz und einem äußerst stimmigen Rhythmus ist die zweite Staffel von <strong>Mad Men</strong> eine großartige Fortsetzung der großartigen ersten Staffel und zwar in allen Dingen. Anfangs musste ich mich mit den ersten Folgen noch ein klein wenig in Geduld üben, ehe die Serie ihre Intensitäten wieder voll ausspielt, aber es passiert und es könnte eigentlich kaum besser sein. Hier schneidet die feine Klinge immer langsam, immer bedächtig, immer gleich tief und dabei quillt das schön anzusehende Blut stets am Genussvollsten hervor.</p>
<p>Bei <strong>Mad Men</strong> drängt sich in mir langsam der Vergleich zum Jupiter der bisherigen TV-Geschichte auf, nämlich zu den <strong>Sopranos</strong> (1999-2007), die ein extrem hohes Qualiätsniveau volle sechs Staffel durchgehalten haben und dabei für alle Figuren des Ensembles eine Charakterentwicklung passieren ließen, wie es bisher noch keiner vergleichbaren Produktion gelungen ist. Nach 26 Folgen stimmt alles bei <strong>Mad Men</strong> und es sieht sehr danach aus, dass auch weiterhin alles stimmen wird. Im März 2012 wird in den USA die fünfte Staffel beginnen. Die Hoffnung auf ein großartiges Epos lebt also für mich.</p>
</div>
<h3>DVD-Extras:</h3>
<p>Wie bereits mit der DVD-Box zur ersten Staffel enttäuscht das Bonusmaterial auch hier wieder schwer. Keine Audiokommentare, keine Interviews und auch keine weiteren Features. Es gibt lediglich ein paar Dokus zu begutachten. Zwei beschäftigen sich mit der Stellung der Frau und der feministischen Bewegung in den 60er Jahren, während man die Dritte über die Entwicklung der Modeindustrie aus jener Zeitperiode informiert. Natürlich wird stets auf die Darstellung davon in der Serie selbst eingegangen. An sich gut gemacht und durchaus interessant, aber in quanitativer Hinsicht ist dies schlicht zuwenig.
<div class="entryFooterAd" style="text-align:center">
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-7983553845946955";
/* 468x60, Erstellt 12.02.11 */
google_ad_slot = "6081408392";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script><br />
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kinofilme.com/reviews/mad-men-staffel-2/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mad Men &#8211; Staffel 1</title>
		<link>http://www.kinofilme.com/reviews/mad-men-staffel-1</link>
		<comments>http://www.kinofilme.com/reviews/mad-men-staffel-1#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 00:21:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kinofilme.com/?p=5308</guid>
		<description><![CDATA[Es sind glückliche Tage für Serien-Fans. Nie war das Angebot größer, nie gab es so viele, so hochqualitative TV-Produktionen. Speziell die US-amerikanischen Sender HBO (Die Sopranos, Six Feet Under, Rom) und seit einigen, wenigen Jahren auch AMC (Breaking Bad, The Walking Dead) überzeugen und begeistern mit ihren Schöpfungen. Letzterer strahlt seit 2007 die Serie Mad [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind glückliche Tage für Serien-Fans. Nie war das Angebot größer, nie gab es so viele, so hochqualitative TV-Produktionen. Speziell die US-amerikanischen Sender <strong>HBO</strong> (<strong>Die Sopranos</strong>, <strong>Six Feet Under</strong>, <strong>Rom</strong>) und seit einigen, wenigen Jahren auch <strong>AMC</strong> (<strong>Breaking Bad</strong>, <strong>The Walking Dead</strong>) überzeugen und begeistern mit ihren Schöpfungen. Letzterer strahlt seit 2007 die Serie <strong>Mad Men</strong> aus, für die inzwischen bereits vier Staffeln (zu je 13 Folgen) abgedreht sind und zumindest zwei weitere hinzu kommen werden. Durchgehend gute Quoten und zahlreiche Auszeichnungen (wie unter anderem zweimal den <strong>Golden Globe</strong> für das beste Ensemble) belohnen das hohe künstlerische Niveau der Kreation von <strong>Matthew Weiner</strong>.</p>
<p>‎<em>&#8221;You make the lie. You invent want. You&#8217;re for them&#8230; not us.&#8221;</em></p>
<h3>New York, New York…</h3>
<p>1960. New York. Madison Avenue. In der Straße, die besonders bekannt ist für ihre hohe Konzentration an Werbeagenturen, gehen die Mad Men ihren täglichen Geschäften nach. Sie sind die Kreativen, die Beschöniger, die Verkäufer. Der Kunde hat ein Produkt, welches Mann und Frau haben wollen müssen. Zigaretten verursachen vielleicht Lungenkrebs, aber darum geht es nicht, denn es soll geraucht werden, damit Geld verdient wird.</p>
<p>Sterling &amp; Cooper heißt die Werbeagentur. Don Draper heißt der, der das Geschäft perfekt beherrscht. Er ist so ehrgeizig wie erfolgreich. Er hat das perfekte Aussehen, die perfekte Familie und das perfekte Lächeln für die Kundschaft. Aber überall finden sich Risse in seinem Leben. Die vermeintlichen Freunde in der Agentur sind seine größten Konkurrenten. Er betrügt seine Frau mit anderen Frauen. Seine Vergangenheit ist nicht ohne Grund kaum jemanden bekannt. Und so gänzlich überzeugt ist er auch nicht immer von dem, was ihm monatlich einen dicken Gehaltsscheck einbringt.</p>
<p>Das Leben der Mad Men ist geprägt vom ständigen Präsentieren, Werben und Gewinnen. Ein berauschtes Sein mit Geschäftsessen, Projekt-Arbeiten, Foto-Shootings, Kundenbetreuung, Präsentationen, Meetings und Besprechungen. Alles im schicken Anzug und in schicken Räumlichkeiten. Die Sekretärin für zwischendurch. Immer eine kleine Demütigung für den Kollegen parat. Den nächsten Kunden, den nächsten Auftrag im Visier. Alkohol zur Betäubung. Teurer Luxus zur Ablenkung. Und die Geschichte streift einen mit Nixon und Kennedy. So lässt es sich leben, bis der Mangel an Substanz dann doch zu schmerzen beginnt und die Ausbeutung ihren Tribut fordert.</p>
<p><em>&#8221;</em><em>Give me the full Don Draper treatment.</em><em>&#8221;</em><em></em></p>
<h3>Ein Abgesang auf den Kapitalismus</h3>
<p><strong>Mad Men</strong> zeigt den Anfang und das Ende des Kapitalismus. Die inszenierte Idylle der 50er Jahre klingt noch etwas nach, aber die gesellschaftspolitischen Veränderungen und die wirtschaftlichen Umwälzungen kündigen sich bereits an. Noch gibt es keinen globalisierten Markt, noch ist die Verwertung von allem und jedem nicht allumfassend geworden, aber im Nukleus einer Werbeagentur beginnt es.</p>
<p>So glatt und glänzend die Fassade von Sterling &amp; Cooper auch ist, so abgründig und brutal geht es oftmals zu. Niemals offen freilich, immer nur versteckt, subtil und heimlich. Neid, Intrigen, Betrug, Konkurrenzkämpfe, Heucheleien, Demütigungen… Alle tanzen am glatten Parkett des gnadenlosen Marktes, wo sie Produkte verkaufen und Produkte sind. Keiner kann da ohne Verluste dauerhaft mit.</p>
<p>Alles ist Fassade, alles ist Oberfläche, alles ist Substanzlosigkeit. So clever und kreativistisch die nächste Marke auch aufgebaut werden mag, eine wirkliche Bedeutung hat nichts davon. Und genauso so leer sind auch die Figuren, die alle die gleichen Sehnsüchte haben, aber letztlich immer einsam und verletzt zurückgelassen werden, weil das System in seiner Dehumanisierung genau diejenigen zuerst auffrisst, die es am Besten zu beherrschen glauben. Werden die Protagonisten mit alledem konfrontiert oder leiden sie tatsächlich schon an gesundheitlichen Negativfolgen, so wird dies freilich überspielt, verdrängt und bis zum endgültigen Zusammenbruch mit gewitzten Worten und dynamischen Gesten verschleiert.</p>
<p>Ficken statt Lieben. Geschwätz statt Aussprache. Verkaufen statt Fragen.</p>
<p><em>&#8221;</em><em>I hate to break it to you, but there is no big lie, there is no system, the universe is indifferent.</em><em>&#8221;</em><em></em></p>
<h3>Früher war alles besser</h3>
<p>Gnadenlos wird hier das Gesellschafts- und Sittenbild in den frühen Sechzigern seziert. Nach außen hin zeigt man das familiäre Ideal, die Aufopferung für den Job und das perfekte Auftreten. Die Rollenbilder von Frau und Mann sind klar verteilt. Offener Sexismus und brutales Konkurrenzverhalten sind Alltag. Es muss viel geraucht und viel getrunken werden. Die Sekretärin hat demütig, pünktlich und stets angepasst zu sein. Der Abteilungsleiter scherzt mit seinen Kollegen, ist so selbstischer wie potent, sägt aber gleichzeitig an den Stühlen der anderen und das Eheversprechen wird für den schnellen Spaß auch gerne mal vergessen.</p>
<p>Man darf keine Angst haben, darf niemals versagen. Selbstbewusste Frauen sind Exoten. Schwache Männer gibt es nicht. Die Familie hat absolute Stabilität nach außen hin zu zeigen. Die Hausfrau kennt ihren Platz. Der Ehemann hat das letzte Wort in allen Dingen. Tränen sind für den Keller. Jeder weiß, was und wie er oder sie zu sein hat.  </p>
<p><em>&#8221;</em><em>What you call love was invented by guys like me to sell nylons.</em><em>&#8221;</em><em></em></p>
<h3>Die Inszenierung, die Ausstattung und das Ensemble</h3>
<p><strong>Mad Men</strong> ist erfreulich zurückhaltend inszeniert. Hier gibt es keine schnellen Schnitte, keine Wackelkameras und keine aufdringlichen Effekt-Haschereien. Natürlich auch um dem ‚Look and Feel‘ der 1960er zu entsprechen wird hier unter anderem auch bewusst am visuellen Stil von <strong>Alfred Hitchcock</strong> Anleihe genommen, der ja besonders in dieser Periode eine künstlerische Hochphase hatte. <em></em></p>
<p>Hinzu kommen äußerst akkurate und detailreiche Sets, die die Ära glaubhaft vermitteln. Des Grafikdesigns Kundige erfreut freilich der historische Rückblick auf Anzeigen und Konzept-Zeichnungen, die unter anderem in der Serie bei den Präsentationen gezeigt werden. Besonders erwähnt werden sollten auch die Kostüme, die in den USA sogar Einfluss auf die zeitgenössische Mode-Industrie haben.</p>
<p>Der Cast selbst ist erfrischend unverbraucht. Kaum einer der Darsteller ist zuvor in anderen bekannteren Produktionen aufgefallen oder dürfte bisher selbst Serien- und Filmexperten öfter mal wo untergekommen sein. Umso beeindruckender freilich die durchgehend beeindruckende schauspielerische Leistung. Allen voran freilich <strong>Jon Hamm</strong> als Don Draper, der den idealen Mann mit dem idealen Job mit aalglatter Perfektion verkörpert, ohne dabei aber gänzlich über die inneren Brüche hinwegtäuschen zu können. Besonders gut gefällt mir auch noch <strong>Elisabeth Moss</strong>, deren Figur der Jungsekretärin so bewusst wie unbewusst das System von Verwertbarkeiten und festgelegten Rollenbildern etwas aufzubrechen vermag. <strong>Christina Hendricks</strong> sei auch noch erwähnt, die optisch ein definitiver ‚Hingucker‘ ist, eine gelungene Ambivalenz besitzt und so nebenbei wohl die am besten designten Kostüme der Show präsentieren darf.</p>
<p><em>&#8221;</em><em>What do you want me to say?</em><em>&#8221;</em><em></em></p>
<div class="fazit">
<div class="rating starRating">
<div class="result9"></div>
</div>
<h1>Fazit <span>von Spenz</span></h1>
<p><strong>Mad Men</strong> ist die Serie der feinen Klinge. Das ganz große Drama passiert selten, das Eigentliche spielt sich meist zwischen den Zeilen ab, so wie die eigentliche Grausamkeit der Figuren und des Systems nur in wenigen Momenten deutlich zur Schau gestellt werden. Selten noch hat sich eine TV-Produktion dermaßen auf die eigene, kluge Subtilität verlassen.</p>
<p>Das Gesellschaftsbild der frühen 60er Jahre wird so detailreich wie gnadenlos gezeigt. Historische, politische und soziale Umwälzungen kündigen sich hintergründig an und werden geschickt in die Handlung mit hinein verwoben. Vor allem die Kapitalismus-Kritik ist überdeutlich, allerdings ohne dabei moralisierend zu sein oder mit bemühten Verweisen auf die nagende Entmenschlichung anzustrengen. Es wird einfach nur dargestellt und gezeigt, wie das System funktioniert und welche Auswirkungen dieses auf das Individuum und die Welt hat.</p>
<p>Dass sich das Ensemble so wunderbar harmonisch zusammenfügt ist ein echter Glücksfall. Schauspierlisch zu brillieren ist allerdings bei diesen mehr als nur gelungen geschriebenen Drehbüchern wohl auch nicht allzu schwer. Von der Ausstattung über die Inszenierung bis hin zur Musikauswahl in den Abspännen wird alles mit allerhöchster Qualität präsentiert. Nur selten schleicht sich vielleicht ein wenig Zähigkeit hinein und nur selten fehlt vielleicht ein letzter Schliff an Genialität. Alles in allem kann <strong>Mad Men</strong> jedenfalls absolut empfohlen werden. Ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Staffeln.</p>
</div>
<h3>DVD-Extras:</h3>
<p>Während bei Ton und Bild keine Wünsche offen bleiben, ist die Sonderausstattung der DVD-Box reichlich dürftig ausgefallen. Es gibt nämlich bis auf zwei Dokumentationen keinerlei Extras. Jene über die Musik der Serie ist auch nur mäßig interessant, aber immerhin der Beitrag über historische Entwicklung von Werbeagenturen in den USA sowie sich verändernde Aspekte der Marketing-Industrie ist gelungen. Ansonsten fehlen mir besonders die sonst üblichen Audiokommentare. Immerhin lässt sich die erste Staffel inzwischen zu einem äußerst günstigen Preis erwerben.
<div class="entryFooterAd" style="text-align:center">
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-7983553845946955";
/* 468x60, Erstellt 12.02.11 */
google_ad_slot = "6081408392";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script><br />
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kinofilme.com/reviews/mad-men-staffel-1/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Moon</title>
		<link>http://www.kinofilme.com/reviews/moon</link>
		<comments>http://www.kinofilme.com/reviews/moon#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 15:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kinofilme.com/?p=4517</guid>
		<description><![CDATA[Anno 2009 sorgte ein kleiner Independent-Streifen für ordentlich Furore auf dem US-amerikanischen Sundance Film Festival. Es handelte sich dabei um Moon. Dieses Kleinod von einem Science-Fiction-Film wurde ganz bewusst in der Tradition von diversen Genre-Klassikern wie 2001: A Space Odyssey (1968) bis hin zu Outland (1981) geschaffen. Für Drehbuch und Regie zeichnet sich Duncan Jones [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anno 2009 sorgte ein kleiner Independent-Streifen für ordentlich Furore auf dem US-amerikanischen <strong>Sundance Film Festival</strong>. Es handelte sich dabei um <strong>Moon</strong>. Dieses Kleinod von einem Science-Fiction-Film wurde ganz bewusst in der Tradition von diversen Genre-Klassikern wie <strong>2001: A Space Odyssey</strong> (1968) bis hin zu <strong>Outland</strong> (1981) geschaffen. Für Drehbuch und Regie zeichnet sich <strong>Duncan Jones</strong> verantwortlich, der hiermit sein Erstlingswerk ablieferte. Sein Vater ist übrigens niemand Geringerer als <strong>David Bowie</strong> höchstpersönlich.</p>
<p>Da sich Publikum und Kritik äußerst begeistert zeigten, kam es schließlich zu einem internationalen Release durch <strong>Sony Pictures Classics</strong>. Der mit lediglich 5 Millionen Dollar komplett unabhängig finanzierte Film wurde zwar in nur wenigen, ausgewählten Kinos und bei diversen anderen Festivals gezeigt, aber ein passabler Erfolg war er allemal. Schließlich und endlich erschien er heuer in diesen Landen auch auf DVD, respektive Blu Ray, und als alter SF-Nerd, der sich auch von den begeisterten Kritiken aus Übersee anstecken ließ, galt es freilich das Werk zu begutachten.</p>
<p><em>”</em><em>You&#8217;ve been up here too long man. You&#8217;ve lost your marbles.</em><em> ”</em><em> </em></p>
<h3>Die Zukunft gehört dem Mond</h3>
<p>In der Welt von Übermorgen wird die globale Energiefrage mit der Gewinnung von Helium-3 auf der Mondoberfläche gelöst. Der gesamte Abbauprozess findet über riesige Erntemaschinen statt, während schließlich das Material für eine nukleare Fusion in unbemannten Kapseln zur  Erde gesandt wird. Zwischenstation hierfür, samt einer Abschussrampe, ist die Lunarbasis ‚Sarang‘ (koreanisches Wort für Liebe). Praktisch alles läuft komplett automatisiert ab, daher benötigt es nur einen Astronauten vor Ort, der nur wenige Abläufe kontrolliert. Er ist der einzige Mann auf dem Mond. Sein Name ist Sam Bell (<strong>Sam Rockwell</strong>).</p>
<p>Das gesamte Unternehmen wird betrieben vom Großkonzern ‚Lunar Industries‘, der somit auch der Arbeitgeber von Sam ist. Sein Vertrag läuft auf drei Jahre und danach kann er wieder zur Erde zurückkehren. Seine einzige direkte ‚Bezugsperson‘ ist GERTY (synchronisiert von <strong>Kevin Spacey</strong>), eine künstliche Intelligenz, die auch weite Teile der Anlage steuert. Ein direkter Kontakt zur Heimatwelt ist nicht möglich, da die Kommunikationssatelliten permanent beschädigt sein dürften. Sam erhält und verschickt daher lediglich zeitlich versetzte Aufzeichnungen. Dies betrifft sowohl Botschaften der Konzernführung, als auch jene von seiner Frau , für die er die größte Sehnsucht empfindet.</p>
<p>Es sind nur noch zwei Wochen bis zu seiner Ablöse und somit bis zur Rückkehr zur Erde. Doch seltsame Halluzinationen beginnen Sam zu plagen. Als er mit dem Mondfahrzeug zu einer der Erntemaschinen fährt, erblickt er auf der staubigen Oberfläche eine schemenhafte Figur. Es kommt zu einem dramatischen Unfall und nichts ist mehr, wie es war…</p>
<p><em>”</em><em>Listen, why don&#8217;t you relax. Why don&#8217;t you take a pill, bake a cake, go read the encyclopedia.</em><em>”</em><em></em></p>
<h3>Die unheimliche Elegie vom grauen Himmelskörper</h3>
<p><strong>Moon </strong>ist von Beginn an ein sehr bedächtiger, ruhig inszenierter Film, der langsam, aber konsequent eine so dichte wie unheimliche Atmosphäre aufbaut. Was fast schon als melancholische Abhandlung über das einsame Menschsein beginnt, wird schließlich immer mehr zu einem unheimlichen Mysterium, dessen Kern sich erst Stück für Stück offenbart. Die Inszenierung ist dabei so zurückhaltend wie minimalistisch. Nicht zuletzt das Figureninventar bleibt nur auf ganz wenige Protagonisten beschränkt, von denen aber ohnehin lediglich Sam Bell eine wirklich große Rolle spielt.  </p>
<p>Allerdings wird<strong> Moon</strong> mit der Zeit äußerst zäh. Gegen Ende des zweiten Drittels verliert er sich etwas zu sehr in mühsamen Dialogen und einer kaum fortschreitenden Handlung. Auch bin ich mir ob des Humors im Film nicht ganz sicher. So großartig nämlich <strong>Sam Rockwell</strong> in seiner Performance auch ist, so sehr bricht sein subtiler Witz doch den konzentrierten Ernst des Szenarios sowie die deutlichen Suspense-Elemente eine Spur zu sehr auf. Dabei verkörpert der Stations-Roboter GERTY irgendwie ebenso einen netten Sidekick, dem man das angedeutete Bedrohungs-Potential, alleine schon durch seine ‚Smiley-Displays‘, nicht wirklich abnehmen kann.</p>
<p><em>”</em><em>I am a lover, not a fighter.</em><em>”</em><em></em></p>
<h3>Das Zitaten-Feuerwerk</h3>
<p>Ausgemachte Kenner des SF-Genres werden aber mit<strong> Moon</strong> alleine schon deshalb ihre Freude haben, weil hier im bewussten Retrofuturismus reihenweise Filme zitiert werden, die uns seit den 60er Jahren vom Weltall und der Technik von Morgen haben träumen lassen. Die Anspielungen, wenn nicht gar die respektvolle Huldigung der großen Vorbilder, sind in allen Elementen dieses Streifens, von der Inszenierung über das Production Design bis hin zu weiten Teilen der Handlung, überdeutlich vorhanden.</p>
<p>Anfangen muss man natürlich mit <strong>2001: A Space Odyssey</strong> aus dem Jahre 1968. Dieses ewige Meisterwerk von <strong>Stanley Kubrick</strong> zeigt uns sowohl den einsamen Menschen zwischen den Sternen, als auch eine wahnsinnig gewordene Künstliche Intelligenz. Ein großes Mysterium bleibt der Film mit seinem rätselhaften Schluss bis heute. <strong>Silent Running </strong>von 1972 kann wohl als melancholischer Abgesang auf den Natur- und Lebensraum Erde verstanden werden. Die russische Produktion <strong>Solaris</strong> (1972) ist praktisch die philosophische Antwort des Ostens auf das große Hollywood-Kino. Der B-Movie <strong>Dark Star</strong> (1974) vom bekannten Horror-Regisseur <strong>John Carpenter </strong>enthält als Genre-Parodie eine deutliche Portion Humor. Auch der Space Western <strong>Outland</strong> (1981) mit Sean Connery in der Hauptrolle dürfte seinen Einfluss auf <strong>Moon</strong> gehabt haben. Diese und andere Produktionen nennt auch der Regisseur <strong>Duncan Jones</strong> seine Haupteinflussquellen. Ebenso <strong>Ridley Scotts Blade Runner</strong> (1982), neben <strong>2001</strong> für mich DER SF-Film überhaupt und sowieso, mag hier ein wenig zitiert werden, aber dann etwas sehr versteckt.  </p>
<p><em>”</em><em>Sam, I can only account for what occurs on this base.</em><em>”</em><em></em></p>
<h3>High-End-Effekte</h3>
<p><strong>Moon</strong> hat ja als kleine Independent-Produktion ein absolutes Mini-Budget. Es heißt, lediglich 5 Millionen Dollar standen dem Regisseur zur Verfügung, seine Vision eines SF-Films auf die Leinwand zu bringen. Das ist gelinde gesagt nichts im Vergleich zu einem anderen Genre-Werk wie <strong>Avatar</strong> (2009), der über 300 Millionen Dollar braucht, um eine Geschichte in der Welt von Übermorgen zu erzählen.</p>
<p>Aber gerade wenn man diese Relation bedenkt, sind die Spezialeffekte in <strong>Moon</strong> nicht nur gut, nicht nur beeindruckend, sondern geradezu großartig und so stimmungsvoll wie stilsicher inszeniert. Die Kombination aus Modell-Aufnahmen und Computeranimationen funktioniert hier in sehr schöner Weise. Auch die famos gestalteten Sets ließen eigentlich auf eine viel aufwändigere Produktion schließen.</p>
<p>Es ist geradezu erstaunlich, wie viel sich da, besonders aufgrund der digitalen Revolution (auch was billigere und handlichere Kameras betrifft!), für das Independent-Kino mit so günstigen wie toll aussehenden visuellen Effekten getan hat. Sicherlich ein ganz großer Vorteil für alle Filmschaffenden. Vergleichbare Produktionen von vor 20 oder 30 Jahren, die auch vergleichsweise deutlich teurer waren, sehen wesentlich schlechter und somit unrealistischer aus, als dieses SF-Kleinod.</p>
<p><em>”</em><em>I hope life on Earth is everything you remember it to be.</em><em>”</em><em></em></p>
<div class="fazit">
<div class="rating starRating">
<div class="result7"></div>
</div>
<h1>Fazit <span>von Spenz</span></h1>
<p><strong>Moon </strong>ist alles in allem ein guter bis sehr guter Film, der sowohl als Erstlingswerk von <strong>Duncan Jones</strong>, als auch als Genre-Produktion mit minimalem Budget wirklich überzeugen kann. Die subtile, melancholische und unheimliche Atmosphäre, die er mit deutlicher Intensität entwickelt, nimmt einen schnell gefangen. Als Charakter-Studie von der Einsamkeit des Menschen, der vor einem Mysterium zur Ohnmacht gezwungen wird, hat er ebenfalls seine Wirkung. Mit zig Anspielungen ist er in seinem Retrofuturismus zudem eine respektvolle Huldigung von zahllosen SF-Meisterwerken. </p>
<p>Der Darsteller<strong> Sam Rockwell</strong> spielt hier wirklich großartig. Auch der hypnotische Soundtrack muss als gelungenes Element hervorgehoben werden. Die Spezialeffekte, das Set-Design und der visuelle Stil sind vor allem in Hinblick auf das minimale Budget absolut gelungen. </p>
<p>Trotz alledem verliert er sich aber mit dem Fortlauf der Geschichte in einer überdehnten Zähigkeit. Er schrammt irgendwann knapp daran vorbei, schlicht langweilig zu werden. Auch die leicht humoristische Note bricht die intensive Atmosphäre etwas zu sehr auf und nimmt dem Film einen Tick zu viel an Drama und Suspense weg. Hinzu kommen noch kleinere Logikschwächen, sowie nicht klar genug herausgearbeitete Handlungselemente.</p>
<p>Empfehlen kann man dieses SF-Kleinod aber in jedem Fall. Besonders Liebhaber des Genres, die sich um die Komplettierung ihrer Film-Sammlung bemühen, werden an diesem Zitaten-Fest ihre wahre Freude haben.</p>
</div>
<h3>Blu Ray-Extras:</h3>
<p>Ok, da der Film so schon Low-Budget war, darf man alleine schon deshalb keine arg tollen und aufwändigen Extras erwarten. Aber letztlich habe ich noch nie eine Silberscheibe in Händen gehalten, mit so wenig Bonus-Material. Abgesehen vom Film-Trailer werden hier nämlich nur (!) noch zwei Audiokommentar-Tracks geboten. Und von diesen ist eine aufgrund von schwer verständlichen Dialekten (in englischer Sprache natürlich) und für den gemeinen Konsumenten nicht begreifbaren Insider-Jokes alles andere als informativ oder irgendwie interessant. Nur die Zweite, mit dem Regisseur <strong>Duncan Jones</strong> und dem Produzenten <strong>Stuart Fenegan</strong>, bietet wirklich Erhellendes und hat einen deutlichen Mehrwert. Wäre der Film selber nicht so empfehlenswert, müsste man eigentlich vom Kauf der Blu Ray respektive DVD aufgrund der beinahe nicht vorhandenen Sonder-Ausstattung abraten.
<div class="entryFooterAd" style="text-align:center">
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-7983553845946955";
/* 468x60, Erstellt 12.02.11 */
google_ad_slot = "6081408392";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script><br />
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kinofilme.com/reviews/moon/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Breaking Bad – Staffel 2</title>
		<link>http://www.kinofilme.com/reviews/breaking-bad-staffel-2</link>
		<comments>http://www.kinofilme.com/reviews/breaking-bad-staffel-2#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 02:41:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kinofilme.com/?p=3361</guid>
		<description><![CDATA[Erstmals: Staffel 1 der Serie Breaking Bad habe ich bereits ausführlich an dieser Stelle behandelt. Vom grundsätzlichen Setting und samt den thematischen Schwerpunkten ändert sich in den 13 neuen Episoden nichts, vielmehr werden die Charaktere noch vertieft und das Drama der Geschichte noch intensiver fortgeführt. Selbst das Figureninventar wird nur geringfügig erweitert. Bekanntlich besteht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmals: Staffel 1 der Serie <strong>Breaking Bad</strong> habe ich bereits ausführlich <a href="http://www.kinofilme.com/reviews/breaking-bad-staffel-1">an dieser Stelle</a> behandelt. Vom grundsätzlichen Setting und samt den thematischen Schwerpunkten ändert sich in den 13 neuen Episoden nichts, vielmehr werden die Charaktere noch vertieft und das Drama der Geschichte noch intensiver fortgeführt. Selbst das Figureninventar wird nur geringfügig erweitert.</p>
<p>Bekanntlich besteht die erste Staffel aus lediglich 7 Episoden, da aufgrund des Autorenstreiks die Serie konsequent unterbrochen wurde. Nach dem Cliffhanger der letzten Folge wird nahtlos fortgesetzt. Umso mehr sollte man die bisherige Handlung also soweit kennen, um überhaupt das Geschehen weiter verfolgen zu können.</p>
<p>Mit Staffel 2 erhielt <strong>Breaking Bad</strong> nicht nur eine Reihe weiterer Auszeichnungen, wie den zweiten <strong>Emmy Award</strong> für <strong>Bryan Cranston</strong> als Lead Actor, sondern steigerte auch die Anzahl der Zuseher in den USA von 1,2 Millionen auf 1,7 Millionen (was zugegebenermaßen im Vergleich zu Top-Quoten anderer Serien, wie <strong>Mein cooler Onkel Charlie</strong> mit bis zu 16 Millionen wirklich nicht viel ist, aber <strong>Breaking Bad</strong> kann sich dies offenbar leisten). Der Kabelkanal <strong>AMC</strong> hat damit zudem seinen Ruf als Sender von Qualitätsproduktionen, auch dank des Zugpferds <strong>Mad Men</strong>, umso mehr zementiert. </p>
<p><em>&#8220;Ricin. It&#8217;s an extremely effective poison.&#8221;</em></p>
<h3>Das Meth bleibt blau</h3>
<p>Walter und Jesse wächst die Sache über den Kopf. Wieder einmal. Die Herstellung vom reinsten Meth weit und breit ist eine Sache, aber damit zu dealen und an der Ware zu verdienen eine andere. Dass sie sich auf den irren Drogenboss Tuco eingelassen haben, beginnen sie schnell zu bereuen. Dem Tod in der Wüste entrinnen sie nur knapp.</p>
<p>Walters Lügen werden immer größer, immer abstruser. Skyler weiß längst, dass ihr Mann etwas zu verbergen hat. Sie distanziert sich immer mehr von ihm und sucht eine neue Nähe an einem anderen Ort. Walter Jr. wird von seinem verbitterten Vater zu Dingen gezwungen, die die beiden immer mehr von einander entfremdet. Die Familie bricht langsam auseinander.</p>
<p>Jesses Eltern schmeißen ihren Sohn aus dem Haus, was ihn obdachlos werden lässt. Die neue Wohnung bringt auch eine neue Liebe, aber er verfällt auch immer mehr dem, was er eigentlich nur verkaufen sollte. Mit seinen Leuten gelingt es ihm, das ‚Geschäft‘ auszuweiten und das Meth erfolgreicher denn je anzubringen. Jesse spielt sich mit einem zufällig erworbenen Ruf zum neuen Drogenboss auf. Aber die DEA ist ihm auf den Fersen und hat Erfolg. Viel schlimmer noch ist aber die Konkurrenz, die lieber Tote anstatt Gefangene macht. </p>
<p>Ein schmieriger Anwalt offeriert seine Dienste. Der Drogenkrieg in Mexiko fordert Hank alles ab. Walter gefällt sich immer mehr in der Rolle, in der man ihn fürchtet.</p>
<p>Und großes Unheil droht auf dem Anwesen der Familie White&#8230;</p>
<p><em>&#8221; Better call Saul!&#8221;</em></p>
<h3>Denn sie wissen nicht, was sie tun…</h3>
<p>Erstmals: <strong>Breaking Bad</strong> ist in der zweiten Staffel ohne Zweifel auch weiterhin eine hochklassige, spannende Serie, die den Fokus auf das menschliche Drama hält, dabei stets großartig gespielt und gekonnt inszeniert wird. Allerdings geht schon sehr früh, nämlich bereits mit der zweiten Episode <em>In der Falle</em>, eine konsequent fortgeführte inhaltliche Stringenz ein wenig flöten. Es kommt zu reichlich aufgesetzten Überdramatisierungen und die innere Glaubwürdigkeit, schlicht der Realismus, wird gebrochen.</p>
<p>Irgendwie scheinen auch plötzlich die Drehbuchautoren sich nicht mehr ganz so sicher zu sein, welches Genre sie eigentlich bedienen wollen. Mit einer Folge wie <em>Beauftragen Sie Saul</em> befinden wir uns mit einem Mal in einer tiefschwarzen Gesellschaftssatire, deren fast schon klamaukhafter Humor aber deutlich über die Stränge schlägt und nicht mehr so wirklich zum ansonsten vorgeführten Drama-Schwerpunkt passen will. Zudem werden die Charakere immer weiter überzeichnet, was sie fast zu Karikaturen von sich selbst macht.</p>
<p>Man vermisst die Subtilität und damit auch die Qualität, die in wesentlich konzentrierterer, durchgehender Form in der ersten Staffel noch vorhanden waren. Vieles wirkt jetzt unentschlossen, unlogisch und fast schon wenig durchdacht. Auch werden manche der Plot-Elemente äußerst konstruiert herbei gebogen. Meister Zufall muss dann etwas zu oft Handlung und Figuren zusammenhalten. Es handelt sich dabei zwar oft genug nur um Kleinigkeiten oder störende Zwischentöne, aber bei einer sonst so hochklassig produzierten Serie, fallen diese schnell ins Gewicht und mindern den Schaugenuss.</p>
<p>Aber glücklicherweise erfängt sich <strong>Breaking Bad</strong> im letzten Drittel wieder und nicht zuletzt dank eines fantastischen Staffelfinales (mit ein paar kleinen Schwachstellen wiewohl) verweilt man wieder mit vollster Zufriedenheit ob dieses großartigen Stücks TV-Geschichte.</p>
<p><em>&#8220;</em><em>This only works if they&#8217;re scared of you.</em><em>&#8220;</em><em></em></p>
<div class="fazit">
<div class="rating starRating">
<div class="result7"></div>
</div>
<h1>Fazit <span>von Spenz</span></h1>
<p>Ich gebe zu, ich hatte mit der zweiten Staffel von <strong>Breaking Bad</strong> sehr schnell meine Schwierigkeiten. Da meine Erwartungen mit zuvor sehr hoch waren, wurde ich bereits mit der zweiten und dritten Episode deutlich zu früh enttäuscht. Das Drama war zu viel. Logikfehler tauchten auf. Die Figuren kratzten an der Unglaubwürdigkeit. Ich war richtig verärgert über den so deutlichen Qualitätsverlust.</p>
<p>Dann mäandert die Serie etwas zwischen den Genres herum. Erlebt man in der einen Folge noch einen so subtilen schwarzen Humor, dass man ihn fast verpassen könnte, wenn man nicht aufmerksam zusieht, wird einem in der nächsten Folge der Slapstick mit dem Holzhammer um die Ohren gehauen. <strong>Breaking Bad</strong> karikiert sich zudem manchmal fast selbst und wirkt dabei fast lächerlich.</p>
<p>Aber spätestens mit dem Staffelfinale bekam ich wieder Gänsehaut und ich war wieder gänzlich überzeugt. Ich habe die Figuren wahrhaftig zu lieben und zu hassen gelernt und das will wirklich einiges heißen.</p>
<p>Gerne würde ich hier eine höhere Gesamtwertung vergeben, aber die Schwächen fallen insgesamt doch zu deutlich auf. Selbst wenn die Serie schließlich wieder zur alten Höchstform findet und phasenweise auch noch die erste Staffel übertrifft, so ist mir der Qualitätsverlust für zu lange Zeit schlicht zu groß. Mir geht schlicht zu oft der Spaß beim Anschauen ab.</p>
<p>Aber man verstehe mich nicht falsch: selbst in den schwächsten Momenten ist <strong>Breaking Bad</strong> mit den 13 neuen Episoden eine wirklich famose Produktion, aber sie schafft es leider nicht, durchgehend das Niveau hoch genug zu halten und das kann ich ihr, bei aller sonst vorhandenen Güteklasse samt vieler großartigen Folgen, nicht ganz verzeihen.</p>
</div>
<h3>DVD-Extras:</h3>
<p>Das Bonusmaterial ist wie bei der DVD-Box von Staffel 1 mehr als vorbildlich und könnte kaum reichlicher vorhanden sein. Featurettes, Webisoden, Gag-Reel, entfallene Szenen, Fotogalerien sind neben einem Musikvideo nur einige der vielen Extras. Sogar eine Rückschau und eine Vorschau von der Serie gibt es. Hinzu kommen noch mehrere tolle Audiokommentare, die allesamt höchst empfehlenswert und informativ sind. Dies alles bei dem niedrigen Preis lässt die DVD-Box zu einer uneingeschränkten Kaufempfehlung werden.
<div class="entryFooterAd" style="text-align:center">
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-7983553845946955";
/* 468x60, Erstellt 12.02.11 */
google_ad_slot = "6081408392";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script><br />
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kinofilme.com/reviews/breaking-bad-staffel-2/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Kabinett des Doktor Parnassus</title>
		<link>http://www.kinofilme.com/reviews/das-kabinett-des-doktor-parnassus</link>
		<comments>http://www.kinofilme.com/reviews/das-kabinett-des-doktor-parnassus#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 01:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kinofilme.com/?p=3181</guid>
		<description><![CDATA[Ich mag Terry Gilliam. Irgendwie war und ist der einstige Mitbegründer der Monty Python-Truppe einer der letzten Autorenfilmer, dessen überbordende Fantasie ein Kino voll verspielt-fantastischer Visionen zu schaffen vermag und das auch noch über Jahre hinweg konsequent gegen den standardisierten Blockbuster-Mainstream. Dabei sind seine Projekte allerdings auch mehrfach an eben jener überbordenden Fantasie gescheitert, allerdings [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag <strong>Terry Gilliam</strong>. Irgendwie war und ist der einstige Mitbegründer der <strong>Monty Python-</strong>Truppe einer der letzten Autorenfilmer, dessen überbordende Fantasie ein Kino voll verspielt-fantastischer Visionen zu schaffen vermag und das auch noch über Jahre hinweg konsequent gegen den standardisierten Blockbuster-Mainstream. Dabei sind seine Projekte allerdings auch mehrfach an eben jener überbordenden Fantasie gescheitert, allerdings auch aufgrund von reichlich Pech und seinem eigenen, wohl auch etwas störrischen Ego.  </p>
<p>Seine erste große Regie-Arbeit, bei der er auch am Drehbuch und als Darsteller beteiligt war, erschien 1975 und trug den Titel <strong>Die Ritter der Kokosnuss</strong>, der sicherlich zu den besten <strong>Monty Python</strong>-Filmen zählt. <strong>Time Bandits</strong> aus dem Jahre 1981 sollte bereits alle typischen <strong>Gilliam</strong>-Motive enthalten:  abwechslungsreiche Handlungsstränge, fantastische Sets und Effekte, märchenhafte Elemente, ein teils aberwitziger Humor und jede Menge skurrile Charaktere. 1985 folgte der von mir absolut favorisierte <strong>Brazil</strong>, in dem er Franz Kafka, George Orwell und sich selbst zitierte. Eine satirische SF-Dystopie, die noch dazu mit surrealen Traumvisionen angereichert ist und dessen negatives Ende für einigen Unmut von Seiten des Studios sorgte (und so nebenbei zu verschiedenen Schnittfassungen führte). <strong>Die Abenteuer des Baron Münchhausen </strong>(1988) war auf ganzer Linie ein finanzielles und filmisches Debakel. Der Totalflop und enorme Probleme während der Dreharbeiten führten dazu, dass <strong>Terry Gilliam</strong> seither einen äußerst schlechten Ruf bei Produzente und Studios als Chaos-Regisseur bekam, den er nie ganz los wurde.  </p>
<p>Danach und auch später blieben ihm häufig nur Auftrags-Arbeiten über, wovon allerdings <strong>Twelve Monkeys</strong> (1995) mit <strong>Bruce Willis</strong> (der weit unter seiner üblichen Gage spielte) und <strong>Brad Pitt</strong> (in einer <strong>Oscar</strong>-nominierten Performance und kurz vor seinem Durchbruch) ein großer künstlerischer und finanzieller Erfolg wurde. Es folgte der kultige Drogenfilm <strong>Fear and Loathing in Las Vegas</strong> (1998), der <strong>Johnny Depp</strong> auch einiges an Humor entlockte. 2002 scheiterte das Projekt <strong>The Man Who Killed Don Quixote</strong> kurz nach den ersten Aufnahmen auf ganzer Linie, was in der Dokumentation <strong>Lost in La Mancha</strong> festgehalten wurde.</p>
<p>2009 erschien schließlich <strong>Das Kabinett des Doktor Parnassus</strong>, der sich studiounabhängig finanzierte und dessen Fertigstellung aufgrund von diversen Produktionsproblemen nicht gesichert war. Zu allem Überfluss starb auch noch der Hauptdarsteller inmitten der Dreharbeiten, was das endgültige Aus bedeutet hätte, wenn nicht auf einzigartige Weise diverse bekannte Hollywood-Größen eingesprungen wären. Der Hauptdarsteller war <strong>Heath Ledger</strong> und nach seinem fulminanten Triumph in <strong>The Dark Knight</strong> (2008) wurde dies zu seinem letzten schauspielerischen Vermächtnis.</p>
<p><em>”</em><em>Can you put a price on your dreams?</em><em>”</em><em></em></p>
<h3>Der Unsterbliche wettet erneut mit dem Teufel</h3>
<p>Wie ein Fremdkörper wird ein so großer wie wundersam anzusehender Theaterwagen von Pferden durch das moderne London gezogen. Wie zufällig öffnet er sich vor einer Bar, wo gerade die betrunkenen Gäste heraus wanken und  ein wunderbares Schauspiel aus altmodischen Kulissen, geschminkten Schaustellern und einem Zauberspiegel erblicken. Es kommt zu einer Schlägerei und einer der Zuschauer entschwindet in das gläserne Portal, wo seine verworrenen Fantasien wahrhaftig werden und aus denen er nicht mehr wiederkehrt. Die Polizei wird gerufen und es folgt eine chaotische Flucht.</p>
<p>Dr. Parnassus (<strong>Christopher Plummer</strong>) ist der Schöpfer dieses wunderlichen Wandertheaters, der vor tausenden von Jahren durch eine Wette mit dem Teufel die Unsterblichkeit gewann und nun etwas heruntergekommen der Welt noch etwas Magie und Freude schenken will. Seine reichlich junge Tochter Valentina (<strong>Lily Cole</strong>) ist ebenso Teil der Truppe wie der etwas ungestüme Anton (<strong>Andrew Garfield</strong>) und der kleinwüchsige Percy (<strong>Verne Troyer</strong>). Die große Zauberkraft des Dr. Parnassus besteht daran, den Spiegel in ein Portal zu verwandeln, durch den Menschen in ihre eigene Traumwelt gelangen, wo sie aber auch die Wahl zwischen ihrem Laster und der Entsagung von ihrem Laster erhalten. Sollten sie sich für das Erstere entscheiden, erwartet sie oder besser ihre Seele ein gewisser Mr. Nick (<strong>Tom Waits</strong>), der niemand geringerer als der Leibhaftige höchstpersönlich ist.</p>
<p>Dr. Parnassus geht schließlich eine weitere Wette mit dem Teufel ein um seine Tochter zu retten, die er ihm sonst zu ihrem sechzehnten Geburtstag, welcher bereits in drei Tagen stattfindet, überlassen muss. Wer zuerst fünf Seelen im Reich des Spiegels für sich gewinnen kann, dem soll sie gehören. Parnassus bereut bereits seine Entscheidung bitterlich, verheimlicht dies jedoch vor Valentina und ertränkt sich in Alkohol. Wie sollte auch seine schrullige Truppe, ohne jeglichen Geschäftssinn, innerhalb so kurzer Zeit fünf Seelen in das Traumland locken?</p>
<p>Doch da retten sie in einer düsteren Nacht einen gehängten Mann unter einer Brücke vor dem endgültigen Tod, der zwar an Gedächtnisverlust leidet und nicht einmal mehr weiß, wer er überhaupt ist, sich aber als überaus geschickt darin erweist, neue Kundschaft anzulocken. Tony (<strong>Heath Ledger</strong>) nennen sie ihn und er scheint irgendein dunkles Geheimnis zu haben. Auch Mr. Nick interessiert sich offenbar für ihn, auch wenn niemand zu sagen vermag, weshalb genau. Der Wettstreit um die Seelen beginnt und es kommt schon früh zu den ersten dramatischen Zuspitzungen…</p>
<p><em>”</em><em>You can&#8217;t stop a story being told.</em><em> ”</em><em></em></p>
<h3>A Beautiful Mess</h3>
<p><strong>Das Kabinett des Doktor Parnassus </strong>hat in meinen Augen eine ganze Reihe von dramaturgischen und handlungsbezogenen Problemen. Er ist nämlich von Anfang bis Ende reichlich unrund und wirkt überaus inkonsistent, was aber natürlich auch an den schwierigen Produktionsbedingungen während der Dreharbeiten lag. Sieht man den Film zum ersten Mal, verweilt man zudem in einer wenigstens teilweisen Konfusion ob all der vielen Elemente in der Geschichte und weiß sie auch nicht so gänzlich in Einklang zu bringen. Man vermisst schlicht einen Fokus, eine durchgehende Stringenz.</p>
<p>So überbordend, fantasievoll und durchaus auch gewitzt viele Ideen sind, die zudem visuell beeindruckend umgesetzt werden, so wenig fügen sie sich in stimmiges Ganzes zusammen. Mehr denn je scheint es, als wäre <strong>Terry Gilliam</strong> über sich selbst gestolpert und mehr denn je ist es wohl ein Film, der den Schöpfer und seine Schöpfung selbst genau darin am Deutlichsten wiederspiegelt. Zudem sprach er auch mehrfach in Interviews davon, sich mit der Figur des Dr. Parnassus in seinen zügellosen Träumen und in seinem spektakulären Scheitern stark identifizieren zu können. Wobei gerade das auch schon eine Geschichte für sich erzählt ist und um das Erzählen von Geschichten geht es ja letztlich auch in diesem, seinem jüngsten Werk.</p>
<p>Trotzdem kann man sich oft genug dem visuellen Zauber und dem sichtbaren Spaß an der Sache nicht gänzlich entziehen. Selbst in seinen schwächsten Momenten bleibt eine Grundsympathie für den Film aufrecht, denn man merkt einfach, dass hier viel an Leidenschaft und Liebe von Regisseur <strong>Terry Gilliam</strong> selbst und dem ganzen Produktionsteam in <strong>Das Kabinett des Doktor Parnassus </strong>eingebracht wurde.</p>
<p><em>”</em><em>A miracle or a mistake?</em><em>”</em><em></em></p>
<h3>Der Glanz des Ensembles</h3>
<p>Der Cast muss bei einem solchen Film und besonders nach dem tragischen Tod des Hauptdarstellers natürlich gesondert erwähnt werden. Dr. Parnassus selbst wird vom so charismatischen wie erfahrenen <strong>Christopher Plummer</strong>, der seit fast 50 Jahren in so großen wie kleinen Filmen zu sehen ist. Allein <strong>Waterloo</strong> (1970), <strong>Star Trek VI</strong> (1991) und <strong>A Beautiful Mind</strong> (2001) seien hier erwähnt. <strong>Andrew Garfield</strong> kommt im Ensemble wohl am besten rüber, allein weil seine Figur noch die größte Konsistenz besitzt und sich auch entwickeln darf. Nach <strong>The Social Network</strong> (2010) wird er demnächst im Reboot der <strong>Spider-Man</strong>-Filme (ab 2012) den neuen Peter Parker verkörpern. Die durch ihre Model-Tätigkeit bekannt gewordene <strong>Lily Cole</strong> muss sich deutlich erst in ihren Charakter der Valentina hineinspielen, aber sie schafft es dennoch schnell ihren weit erfahreneren Kollegen auf Augenhöhe zu begegnen. Sichtlich froh über seine ausgefeilte Rolle ist <strong>Verne Troyer</strong> alias Percy, der im Film praktisch das gute Gewissen des Dr. Parnassus darstellt. Sonst ist er den meisten wohl lediglich als stummer Mini-Me aus der <strong>Austin Powers</strong>-Reihe (1997-2002) geläufig.</p>
<p>Ein Besetzungscoup für sich ist der wohl weithin bekannte Sänger, Komponist und Autor <strong>Tom Waits</strong> (auch oft und gerne als Darsteller in Filmen wie <strong>Down by Law</strong>, <strong>König der Fischer </strong>und <strong>Bram Stoker’s Dracula </strong>zu sehen) als Mr. Nick. Ganz wunderbar ist seine Performance des Teufels, die so viel Verschlagenheit wie Schrulligkeit in sich hat. Dabei muss sogar diese Figur vor dem modernen Geschäftsmann, der die Wahrheit für sich in absoluter Beliebigkeit stets neu zu formen vermag und dessen üble Machenschaften für niemanden greifbar erscheinen, kapitulieren.</p>
<p>Schließlich ist es auch <strong>Heath Ledger</strong> selbst, der hier noch ein letztes Mal zeigen kann, dass er zu den besten Darstellern seiner Generation gehörte. Auch wenn er hier zwar nicht an die Genialität seines Jokers in <strong>The Dark Knight</strong> (2008) heranreichen kann, so porträtiert er das subtile Böse in der Gestalt des ehrgeizigen Mannes von Heute in gelungener Weise und fügt sich zudem stimmig in das gesamte Ensemble ein. Kurz nach den abgeschlossenen Dreharbeiten in London verstarb er schließlich auf tragische Weise. Innerhalb von nur wenigen Tagen zeigten aber mehrere Hollywood-Größen eine bis dato nie dagewesene Solidarität und <strong>Johnny Depp</strong>, <strong>Jude Law</strong> und <strong>Colin Farrell</strong> verkörperten Tony in den Traumsequenzen jenseits des Zauberspiegels. Möglich wurde dies auch durch einen Drehbuch-Kniff, indem das Äußere des Charakters sich dort stets veränderte. Alle Drei vermögen das Spiel von Heath Ledger weiterzuführen, aber es ist besonders <strong>Johnny Depp</strong>, der ihn fast auf unheimlich stimmige Weise neu zu fassen vermag.</p>
<p><em>”</em><em>Nothing is permanent, not even death.</em><em>”</em><em></em></p>
<div class="fazit">
<div class="rating starRating">
<div class="result6"></div>
</div>
<h1>Fazit <span>von Spenz</span></h1>
<p>Wie gern würde ich<strong> </strong>hier schreiben können, dass das <strong>Das Kabinett des Doktor Parnassus Terry Gilliams </strong>bisher bestes Werk ist, aber leider verweilt man nach der Beschauung mit einem deutlich enttäuschenden Gesamteindruck und mit einer leichten Konfusion. Zu unfokussiert, zu wenig stringent, zu wirr ist der Handlungsverlauf. Zu unrund zusammengefügt wirken all die vielen Elemente, seien es die durchaus tollen Ideen oder der ständige Wechsel zwischen den Welten samt einer Reihe von Rückblenden. Denn ansonsten wäre ja mit der überbordenden Fantasie in allen Bildern, mit dem tollen Cast und viel Originalität und etwas Witz ja alles vorhanden, was einem einen schönen und kurzweiligen Film-Abend bescheren könnte. Aber hier ist eindeutig der Schöpfer an sich und seiner Schöpfung gescheitert.</p>
<p>Ich kann <strong>Das Kabinett des Doktor Parnassus</strong> somit nur all jenen empfehlen, die entweder ganz große <strong>Terry Gilliam</strong>-Fans sind oder sich den Film bewusst ein zweites Mal anschauen, denn dann wirkt er tatsächlich um einen deutlichen Tick besser, weil man schlicht mehr verstanden hat und die Inkonsistenz durch den bereits vorhandenen Gesamteindruck größtenteils entfällt. Und volle drei Sterne bekommt diese holprige Fantasie mit hübscher Optik nur deshalb, weil ich Sympathie für <strong>Terry Gilliam</strong> hege, <strong>Tom Waits</strong> als Teufel einfach ein Spaß für sich ist und weil <strong>Heath Ledger </strong>hier sein letztes schauspielerisches Vermächtnis zum Besten gibt.</p>
</div>
<p>  </p>
<h3>Blu Ray-Extras:</h3>
<p>Kurz gesagt, die gesamte Ausstattung könnte besser und reichlicher nicht sein. Mit Trailern, Entfernten Szenen, mehren Doku-Features, Einblick in die Schaffung der Spezialeffekte, diversen Interviews und sogar Aufnahmen von den Film-Premieren rund um den Globus ist das Inventar der Special Features größer als bei den meisten anderen DVDs oder Blu Rays. Hinzu kommt noch ein ganz wunderbares, witziges und höchst informatives Audiokommentar von <strong>Terry Gilliam</strong> selbst, nach dessen Anhörung man <strong>Das Kabinett des Doktor Parnassus </strong>einfach doch ein wenig mehr mögen muss.<strong> </strong>
<div class="entryFooterAd" style="text-align:center">
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-7983553845946955";
/* 468x60, Erstellt 12.02.11 */
google_ad_slot = "6081408392";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script><br />
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kinofilme.com/reviews/das-kabinett-des-doktor-parnassus/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
