Twilight Saga: Breaking Dawn – Neues Musikvideo

Twilight Saga: Breaking Dawn – Neues Musikvideo

Hm, warum poste ich das jetzt eigentlich hier? An sich bin ich ja eher das Gegenteil von einem Fan, was Twilight betrifft. Nun, vielleicht liegt es daran, weil ich mich seit kurzem redlich bemühe, die weltweite Begeisterung (vorwiegend von halbwüchsigen Mädchen und etwas gereifteren Frauen) für die Film-Reihe, die bekanntlich auf der Roman-Tetralogie von Stephenie Meyer basiert, irgendwie zu verstehen. Allein aus rein wissenschaftlichem Interesse heraus, habe ich mir Bis(s) zur Mittagsstunde (2007) und Bis(s) zum Abendrot (2008) im TV angetan. Dabei habe ich so manche Probleme bei der Begutachtung festgestellt.

Ich glaube, dies ist die am zähesten, unglaubwürdigsten und langweiligsten inszenierte Liebesgeschichte in der gesamten Historie des Kinos. Noch dazu wird der Vampir-Mythos mit Glitzern im Sonnenlicht geradezu entstellt und die Werwölfe sind lächerliche Kuscheltierchen, die in menschlicher Gestalt (mit einem offenbar gigantischen Verschleiß an kurzen Hosen) weder Brust- noch Gesichtsbehaarung haben dürfen um die Teenies zum Kreischen zu bringen. Die gute Bella muss praktisch permanent in einer Opferrolle verweilen, da sie von ihren männlichen Interessenten komplett abhängig ist. Ich weiß ja nicht, welches Frauenbild hier genau vermittelt werden soll, aber ein emanzipatorisch fortschrittliches Frauenbild ist es gewisslich nicht. Und so nebenbei hat die Inszenierung auch immer wieder massive Schwächen und die Effekte sind insgesamt eher mau. Über darstellerische Leistungen auf Seifenoper-Niveau (wobei Kristen Stewart weit mehr drauf hat, ein Taylor Lautner aber wohl nie besser sein wird und ihm nur der Besuch der Mukki-Bude die Rolle eingebracht haben dürfte) und immer wieder auftretende Handlungs-Logiklöcher will ich mich gar nicht weiter auslassen. Immerhin sind die Landschaften wirklich schön anzuschauen.

Aber trotzdem, sei’s drum, hier das neue, schmachtvolle Musikvideo zu Breaking Dawn Teil 1 (lest unser Review zu Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1 an dieser Stelle) von Christina Perri:

Um die Kuh noch mehr zu melken, wird der Abschluss der Saga natürlich in zwei Teilen in die Kinos gebracht. Am 24. November diesen Jahres ist die Premiere in Deutschland und am 22. November 2012 ist der Starttermin für das eigentliche Finale.

  • Super lustiger Blog. 🙂 Ich stimm dir völlig zu. Ich versteh den ganzen Hype um den Film auch nicht. Neulich habe ich irgendwo in der Zeitung einen Artikel zu dem Film gelesen mit der Überschrift: ” Darum lieben wir ALLE Twilight”.

    So lächerlich. Und als würde das nicht reichen, wird der letze Teil auch noch in 2 Teilen verfilmt. Damit man sich doppelt langweilen kann. 🙂

  • Vielleicht erkenne ich ja eines Tages das ‘Geheimnis’ hinter Twilight! Jedenfalls werde ich mir wohl auch die übrigen Teile noch irgendwie und irgendwann zu Gemüte führen. Wobei mir schon klar ist, dass die Kombo aus Rosamunde Pilcher und Anne Rice und dem stereotypen Präsentieren von nackten Oberkörpern männlicher Jugendlicher (Boygroup-Phänomen) ihre Wirkung beim heranwachsenden weiblichen Publikum einfach NICHT verfehlen kann. Das funktioniert irgendwie so wie beim Pawlowschen Hund. Soweit könnte ich es ja noch akkzeptieren, aber wenn die restliche filmische Qualität in mehrfacher Hinsicht (Darstellerleistungen etc.) dabei flöten geht und noch dazu Vampire und Werwölfe auf derartig erbärmliche Weise dargestellt werden, kann und muss ich mein zartes Kritikerstimmchen erheben um meinen formalen Protest gegen die Twilight-Saga auszusprechen. Das wird zwar die (Film-) Welt nicht retten, aber ich hab’s immerhin versucht…^^ Die eigentliche Problematik bei Twilight ist allerdings einerseits das fragwürdige, wenn nicht gar verheerende Rollenbild von Frauen, das da durchaus mit einer gewissen Vorbildwirkung präsentiert wird, als auch die fast schon gänzlich verkrampfte und auch gänzlich überhöhte Darstellung von romantischer Liebe und Sexualität (oder gar Entsexualisierung), was ja dann für beiderlei Geschlechter in frühen wie in späten Entwicklungsphasen für gewisse Problemfelder sorgen kann. Hohe Scheidungsraten und frustrierte Singles könnte man in letzter Konsequenz auf ein Phänomen wie Twilight zurückführen… Aber vielleicht ist das auch eine sehr gewagte Theorie und zumindest die singuläre Ursächlichkeit ist sicherlich zu kurz gegriffen…

  • Eine Erwachsene !

    Danke für diesen Artikel – pointiert, wie immer !
    Ich bin eine “etwas gereiftere Frau” und verstehe die
    “Twilight-Moms” so gaar nicht !
    Auch ich habe mir aus reinem Interesse um den weltweiten Hype den ersten Teil angeschaut und, da keine wirkliche Handlung vorhanden, innerhalb weniger Tage alles wieder vergessen; tja und dabei möchte ich es auch belassen !!!
    Und meine Tochter – durchaus im Twilight-Fieber-Alter – hat Gott sein Dank soviel Verstand und guten Geschmack, dass sie weder diesen lächerlich glitzernden Vampir, noch diesen Baby-Werwolf “ssooo ssüüß” findet ! Ich bin echt richtig stolz auf sie !!!

  • Mario

    Komme getade aus dem Kino und muss mir mal Luft machen….Nach eine dreivierte Stunde also gefuehle drei Stunden waere ich beinahe aufgestanden und haette wie Homer Simpsons “Laaaaaaangweilig” gerufen..Haette ich das bloss gemacht dann waere auch was zu erzaehlen gewesen.MEIN GOTT WAR DER OEDE!

  • Team Edward

    Hallo, ist ja schön und gut dass ihr die Filme nicht mögt, aber es gibt auch viele Fans, die die Filme lieben. Ihr könnt diesen Leuten doch nicht die Freude oder die Lust an diesen Filmen nehmen. Wenn ihr die Filme hasst, dann sucht euch eine andere Seite, wo die Twilightfans nicht sofort und schnell hinkommen, wo ihr euch ausgiebig darüber die Mäuler zerreissen könnt. DIESE ANSAGE IST SEHR ERNST GEMEINT UND KANN EVENTUELLEN STREIT VERMEIDEN!!!!!!