Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1

Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1

Twilight: das englische Wörtchen bringt Millionen und Abermillionen von schmachtenden, weiblichen Teenies zum Schreien (und ein paar reifere Frauen werden wohl auch dabei sein) und seit einiger Zeit auch die Hollywood-Kassen ordentlich zum klingeln. Das Phänomen von Twilight hat seine Anfänge im Jahre 2005, als die US-amerikanische Autorin Stephenie Meyer den ersten Teil ihrer Roman-Tetralogie mit dem gleichnamigen Titel veröffentlichte. Es folgten noch New Moon, Eclipse und Breaking Dawn (im deutschsprachigen Raum unter dem Titel Bis(s) zum Morgengrauen usw.). Diese sogenannte Twilight Series, die von der jugendlichen Liebe zwischen einer Sterblichen und einem Vampir erzählt, wurde zu einem absoluten Bestseller weltweit. So etwas kann Hollywood-Studios nicht entgehen und da Fantasy-Sagas wie Harry Potter oder Herr der Ringe auf der Leinwand gar prächtig funktioniert haben, kam es zur ersten Filmumsetzung im Jahre 2008. Natürlich wurde dieser zum erwarteten Blockbuster. Bei einem mickrigen Budget von 37 Millionen Dollar ergab sich ein globales Gesamteinspielergebnis von beeindruckenden 393 Millionen Dollar. Kristen Stewart als Bella und Robert Pattinson als Vampir Edward wurden zu umjubelten Stars. Die Fortsetzungen folgten und der enorme Erfolg bleibt bis heute ungebrochen.

Nun feierte kürzlich der erste Teil des Finales der Saga seine Premiere in unseren Kinos. Der letzte Band wurde natürlich in zwei Filme gesplittet, um die Kuh noch länger zu melken und die Millionen doppelt fließen zu lassen. Demnach müssen sich die Fans bis November 2012 gedulden, ehe die gesamte Reihe auf der Leinwand abgeschlossen wird. Die ersten beiden Teile habe ich mir unlängst im TV sehr bewusst ‚angetan‘ um eventuell zu begreifen, was denn so großartig am Twilight-Phänomen sein könnte. Allerdings vermochte ich die Kombination aus furchtbarem Kitsch und der lächerlichen Darstellung von Vampiren sowie Werwölfen nur mühsam ertragen. Mit einer entsprechend vorsichtigen und äußerst niedrigen Erwartungshaltung begab ich mich daher ins nahegelegene Lichtspielhaus um mir Breaking Dawn – Teil 1 anzuschauen. Am Ende der Vorstellung verließ ich geradezu entsetzt den Kinosaal…

It’s crushing you, from the inside out.

Eine Vampir-Hochzeit, brutaler Sex und ein mörderischer Fötus

Endlich werden Bella und Edward heiraten. Eine Traumhochzeit wie aus dem Bilderbuch findet statt und nichts könnte das Glück des jungen Paares noch irgendwie schmälern. Natürlich ist klar, dass Bella auch zum Vampir werden muss, wenn auch nicht sogleich und erst nach den Flitterwochen. Der Werwolf Jacob ist davon alles andere als begeistert. Er fürchtet um das Leben von Bella.

Auf einer Insel nahe der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro soll ‚es‘ endlich passieren. Der erste Sex erweist sich jedoch als nicht ganz ungefährlich für die sterbliche Frau. So schön die gemeinsame erotische Erfüllung für beide auch sein mag, aber die ungezügelte Wildheit des Vampirs bringt ihr blaue Flecken ein und das Bett zersplittert auch bereits nach der ersten Nacht. Den Rest der Zeit verbringt man übrigens mit aufregendem Schachspiel und viel Rumgeplansche im Wasser. Da passiert das Unerwartete: Bella wird aus unerklärlichen Gründen schwanger. Das heranwachsende Wesen in ihr beginnt sie langsam aufzuzehren und es wird schnell klar, dass sie die Geburt des Kindes nicht überleben kann.

Zurück in den Staaten auf dem Anwesen von Edwards Familie, den Cullens, suchen alle gemeinsam nach einer Lösung. Bella besteht bei aller Gefahr darauf das Kind zu bekommen. Längst haben die Werwölfe davon erfahren und wollen die möglicherweise gefährliche Ausgeburt töten und alle, die sie daran hindern könnten. Jacob jedoch entscheidet sich dafür, Bella zu beschützen und sie gegen seine Brüder zu verteidigen. Das Drama spitzt sich zu und ein Kampf ist unausweichlich…

No measure of time with you will be long enough. But we’ll start with forever.

Langeweile und Entsetzen

Ich wollte Breaking Dawn – Teil 1 wirklich eine Chance geben. Ich habe mir natürlich so gut wie nichts erwartet in filmisch qualitativer Hinsicht, aber ich dachte, vielleicht gelingt dem Regisseur Bill Condon (Gods and Monsters, Kinsey) eine ansatzweise interessante Inszenierung und der Drehbuchautorin Melissa Rosenberg (Dexter) ein irgendwie spannender Handlungsbogen. Beides mag man mit mildestem Blick und zwei zugedrückten Augen tatsächlich in den ersten zwanzig Minuten erkennen. Hie und da verirren sich sogar witzige Sätze in die Dialoge. Kristen Stewart zeigt tatsächlich etwas von ihrem darstellerischen Talent und erweist sich durchaus sympathisch. Die romantischen Bändeleien und das Beziehungsgeflecht zwischen den Figuren ergeben kurzzeitig sogar ein bisschen Sinn. Aber spätestens mit Szenen in den Flitterwochen geht es mit Rekordgeschwindigkeit in filmische Untiefen der allerletzten Güteklasse.

Breaking Dawn – Teil 1 verbreitet irgendwann nur furchtbar zähe Langeweile, die noch dazu auf billigstem Seifenopern-Niveau inszeniert wird. Die schauspielerischen Leistungen sind schlecht, die Effekte sind höchstens Mittelklasse und die Kameraführung entspricht dem TV-Niveau von vor zwanzig Jahren. Da mir die Figuren herzlich egal sind, die eigentlichen Spannungsmomente sich als äußerst rar gesät erweisen und die Dialoge im besten Fall ein müdes Grinsen hervorlocken können, will sich einfach bei mir kein Hauch von Interesse für das Dargebotene einstellen. Sie spielen Schach, planschen rum, schmusen ein wenig und der keuschest inszenierte Sex ist mit Edwards Leidenschaftsausbrüchen, die hauptsächlich gegen die Schlafzimmer-Möblierung gerichtet sind, eher unfreiwillig lächerlich. Dann wird wieder viel rumgejammert, minutenlang in die Kamera gestarrt und jede Nuance des Minenspiels wird uns als etwas Bedeutungsvolles präsentiert. Schließlich kommt der Twist mit Bellas unerwarteter Schwangerschaft und ab dann wird es wirklich äußerst absurd bis grenzwertig bizarr.

Der Film mutiert vom romantischen Herumgeeiere zu einem milde inszenierten Body-Horror. Dabei bleibt Bellas Motivation, den sie verzehrenden Vampir-Mutanten unbedingt gebären zu wollen, ebenso im Dunklen, wie die dringliche Frage, wie ein Untoter eine Lebende überhaupt zu schwängern vermag. Die putzigen Werwölfe bekommen einige lächerliche Szenen spendiert, die in minutenlangem, telepathischem Disput bei gleichzeitigem Herumgeknurre gipfelt. Als der mörderische Racker aus dem verzehrten Körperchen von Bella herauszubrechen droht, wird ein vampirischen Kaiserschnitt (!) mit den Fangzähnen durchgeführt, was sich als einer der bizarrsten Momente erweist. Es folgen noch weitere absurde Szenen, bis hin zu einem der schlechtesten Cliffhanger der Filmgeschichte, weil sich die Dramaturgie völlig erschöpft hat und es kaum Handlungsfäden gibt, die einer Fortsetzung bedürfen oder einen gespannt darauf verharren ließen.

You have to accept this for what it is.

Die gefährlichen Botschaften

Das für mich schlimmste Element an Twilight ist aber die mormonische Botschaft mit einer überaus bedenklichen Ideologie dahinter. Die Frauenfigur hat stets in ihrer passiven Opferrolle zu verweilen. Sie gibt sich in totale Abhängigkeit, vor allem in emotionaler Hinsicht, zu den Männerfiguren, die sie noch dazu mit ihrem bestialischen Wesen und den jeweiligen mörderischen Gesellschaften (Vampire und Werwölfe) bedrohen. Sie zeigt kaum Initiative, wird permanent auf verschiedenste Weisen verletzt und darf sich ihrer körperlichen Leidenschaft nicht hingeben. Enthaltsamkeit ist eine notwendige Pflicht. Die männlichen Figuren wiederum sind romantisch überhöhte und körperlich perfekte Poster-Boys, die vor kuscheliger Sensibilität ebenso strotzen wie vor animalischer Potenz.

Sex vor der Ehe ist sowieso verboten (Begehren ja, Erfüllung nein). Sex in der Ehe ist brutal und schmerzhaft. Verhütung ist ohnehin kein Thema. Schwangerschaft ein Horror-Trip, den es durchzustehen gilt. Abtreibung praktisch ein undenkbares Vergehen gegen das ungeborene Leben (man bedenke, wie im Film das Wort Fötus nicht genannt werden darf und es unbedingt Baby heißen muss), egal wie gefährlich für die werdende Mutter. Die Frau kann nur im Leiden rein bleiben.

All das wird uns in einer Light-Variante des Horror-Films mit Fantasy-Einschlag und einem vor überhöhter Romantik triefendem Kern verpackt. All das ist für all die Millionen jungen, heranwachsenden Mädchen eine alles andere als empfehlenswerte Botschaft, die so gut wie nichts mit einem selbstständigen, emanzipierten, weiblichen Frauenbild des 21. Jahrhunderts zu tun hat. Selbst bei allem Verständnis dafür, dass mit Twilight durchaus in nicht gänzlich ungeschickter Weise die Ängste und Sehnsüchte der heutigen Teenie-Generationen bedient werden, wird hier in erster Linie ein pseudoreligiöser Schuldkomplex befördert, den es an sich zu überwinden gilt und der weder etwas in der Jugendliteratur noch in ganz bewusst konzipierten Blockbustern für bestimmte, leicht zu beeinflussende Zielgruppen zu suchen hat.

Wenn man dies alles zu Ende denkt (auch wenn vielleicht etwas weit hergeholt), so werden durch diese mediale Darstellung die Selbstbilder und Erwartungshaltungen von jungen Frauen dermaßen deformiert, dass ‚gesunde‘ Sichtweisen zu Körperlichkeit und Partnerschaft verunmöglicht werden. Erwachsene, gereifte Beziehungen würden darunter leiden oder gar verhindert und somit auch das andere Geschlecht betreffen, welches den überhöhten Projektionen von Männlichkeitsidealen gar nicht entsprechen kann. Wobei ich möchte dabei betont nicht Twilight alleine für diese Theorie heranziehen, aber als symbolische Ausformung für einen popkulturellen Meta-Trend, der durch so einige Faktoren der Postmoderne gespeist wird, sehr wohl.

Sorry rough night! I had a nightmare!

Fazit von Spenz

Breaking Dawn – Teil 1 hat mich in erster Linie furchtbar gelangweilt. Die Figuren sind mir egal, die Spannungsmomente sind kaum vorhanden und die Handlung ist vergessenswert. In den belanglosen Dialogen verirren sich nur gelegentlich witzige Zwischentöne. Das Schauspiel wäre in einer serienüblichen Seifenoper besser aufgehoben, während die Inszenierung nicht über ein TV-Niveau von vor zwanzig Jahren hinauskommt, was bei einem Budget von über 100 Millionen Dollar schlicht erbärmlich ist. Das romantische Getue bleibt unglaubwürdig. Die Darstellung der mythischen Horror-Wesen ist lächerlich.

Breaking Dawn- Teil 1 hat mich schließlich nach seinem Twist in das Body-Horror-Genre fast schon entsetzt, da es zu reihenweise völlig abstrusen Szenen kommt, die man in seiner qualitativen Minderbemitteltheit in einem derartig aufgeblasenen Blockbuster-Film noch nie zu sehen bekommen hat. Mehrfach habe ich mich auf den Kopf greifen müssen, ob des Dargebotenen und in einem entsprechenden Zustand des Unglaubens verließ ich schließlich auch die Vorstellung.

Breaking Dawn – Teil 1 präsentiert uns aber auch auf höchst bedenkliche Weise ein fragwürdiges, unselbstständiges, entsexualisiertes Frauenbild, das über das bloße Opfertum für die Begierden von Männern und dem Anti-Abtreibungs-Dogma nicht hinauskommt. Die emotionale Abhängigkeit wird ebenso glorifiziert wie körperliche Enthaltsamkeit und gehorsame Unterwürfigkeit.

Insgesamt muss ich in jedem Fall von diesem Machwerk, wenn nicht sogar von der ganzen Twilight-Reihe gänzlich abraten. Vielleicht habe ich schon schlechtere Filme gesehen, aber langweiligere und inhaltlich bedenklichere kaum.

26 Kommentare »

  • Marsshugin am 28.11.2011 um 05:45:

    Vieles kann man auch leider nur richtig verstehen,wenn man die Bücher gelesen hat.Leider ist meiner Meinung nach zu sehr darauf geachtet worden,in den Sexszenen nicht zu viel zu zeigen,damit auch Kinder ab 12Jahren ins Kino dürfen,dann aber in der Geburtsszene wurde das ganze zu Geschmacklos und Brutal.Naja,auf einige Szenen näher ein zu gehen, um sie zu erklären,würde hier den Rahmen sprengen.Nur soviel,das Bild was Du von Bella erhalten hast,ist falsch.Sie ist diejenige die das Baby behalten möchte.Übrigens wird sehr wohl im Film “Fötus” gesagt.Sie liebt das Kind,nennt es in dem Buch ihren kleinen Stubser und wehrt sich gegen eine Abtreibung,die von allen anderen ausser Rosalie,befürwortet wird.Ausserdem ist es auch ihre Entscheidung sich in einen Vampir verwandeln zu lassen.Aber an diesem Punkt hör ich auch auf,den Film zu rechtfertigen.Finde ihn grössenteils gut gemacht,da ich die Hintergründe kenne.Aber wenn man das Buch gelesen hat,sind die meisten Filme unbefriedigend.Ach,in einem geb ich Dir Recht,die Szenen mit den sprechenden Wölfen,finde selbst ich,als grosser Fan,lächerlich.Schade,hätte man besser umsetzen können,aber das hab ich mir schon öfter bei den Twilight Filmen gedacht.

  • Spenz (Autor) am 28.11.2011 um 14:18:

    Mag sein, dass die Bücher da etwas oder deutlich differenzierter sind in ihrer Darstellung. Wenn Bella darin glaubwürdiger in ihren Motivationen und selbstbewusster wegkommt, so bewerte ich das mal als positiv. Das kann ich, da ich die Vorlage wie gesagt nicht kenne, nicht beurteilen. Betreffend des Gebrauchs des Wortes ‘Fötus’: ich habe an sich gemeint, dass dieser Begriff durchaus im Film genannt wird, aber von anderen Charakteren sofort korrigiert und die ‘korrekte’ Bezeichnung ‘Baby’ eingefordert wird. Das ist übrigens eine gern genutzte rethorische Taktik von Anit-Abtreibungs-Gegnern in den USA. Und die Geburtsszene als ‘geschmacklos und brutal’ zu bezeichnen, halte ich für eine sehr gute Beschreibung. Ich war von dieser filmischen Darstellung auch dementsprechend angewidert…

  • geno am 28.11.2011 um 22:37:

    Da helfe ich gerne. Ich habe im Namen der Wissenschaft alle 4 Bücher und das unfertige 5. (“Midnight Sun”, erstes Buch/erster Film aus der Sicht von Edward) gelesen.

    Spenz, es ist die Wahrheit und du bist sogar noch freundlich und zurückhaltend damit umgegangen. Manchmal überlege ich ob ich nicht eine wissenschaftliche Publikation zum Gesellschaftlichen Einfluss dieser Serie schreiben soll, dabei ist die Mormonenthematik nur ein Kapitel.

    Bella will dieses Kind um jeden Preis behalten. Es ist nicht “ihre Entscheidung” ob sie sich zu einem Vampir machen lässt oder nicht, Edward lässt sich aus Liebe dazu breitschlagen, ist von der Idee ziemlich abgeneigt, macht es letztendlich um ihr das Leben zu retten und weil er es ihr versprechen musste. Die Sexszenen sind im Buch ebenfalls ziemlich wage beschrieben und im wesentlichen das was im Review steht. Sex,…er leidet dabei für sie aber gibts ihr trotzdem und das macht es letztendlich wohl für die weibliche Fanschaft vermutlich aus. Brutalität und Widerlichkeit…die Geburtsszene und Verwandlung zum Vampir sind auch Buch widerlich und wird so dargestellt dass man es sich wie einen Höllentrip des ultimativen Schmerzes im Keller einer russischen divebar, mit ebenso russischem Luster, spärlicher, modriger, versiffter Holzeinrichtung und einer großen Schlachtbank aus dem 16. jahrhundert in der Mitte liegt, mit einem Farb- und Geruchsschema wie in einem SAW-Film vorstellen könnte. Edward hat die tolle und völlig klare Idee, die er auch nochmal stolz erwähnt, er könne ihr ja doch sein Gift an mehreren Stellen verteilt am Körper injiziieren damit es schneller geht. Ich würde dennoch meinen, dass diese spezielle Szene nur einen Teil der Geschmacklosigkeit der Reihe ausmacht, wenngleich der Rest etwas verborgener liegt. Für die Schwangerschaftssache gibt es einen ziemlich absurd anmutenden Erklärungsversuch:

    http://www.stepheniemeyer.com/bd_faq.html
    (5. Absatz unter “vampires and pregnancy”)

    Um einen nettes Zitat, wenn auch über einen Umweg heranzuziehen: “Harry Potter is about confronting fears, finding inner strength and doing what is right in the face of adversity…Twilight is about how important it is to have a boyfriend”

  • geno am 28.11.2011 um 22:40:

    Das nächste Mal dann ohne sich überschlagende Gedanken und geraden Sätzen. ;)

  • Marsshugin am 29.11.2011 um 00:48:

    Bella und Rosalie wollen das zu dem Ungeborenen “Baby” gesagt wird, statt “Fötus” weil sie mehr darin sehen als die anderen.Die anderen denken das es ein Monster ist,was in Bella heran wächst und deshalb schnellstens entfernt werden muss.Naja und meiner Meinung nach ist es schon Bellas eigene entscheidung sich verwandeln zu lassen,da es ja seit dem ersten Buch Thema ist und sie Edward damit immer wieder nervt.Eigentlich war es ja auch anders geplant,daher nimmt sie im Buch auch richtig Abschied von ihren Eltern und Freunden.Im Film wird das nur bei Jacob deutlich gezeigt.
    Und wenn du schon den Vergleich nimmst,Harry Potter kann man die Filme auch gut sehen und verstehen ohne die Bücher zu kennen,das ist bei Twilight meiner Meinung nach schwer möglich.
    Bestes Bsp. die Szene wo Bella klar wird das sie schwanger wird und Edward packt.Für manche mag das nur Gesichtsakkrobatik sein was sie da macht.Aber wenn man das Buch gelesen hat,weiss man was in dem moment in ihr vor geht.
    Nach wie vor war ich bisher von den Büchern absolut begeistert und die Filme sind leider wirklich nicht sehr gut gelungen,angefangen schon bei der Wahl der Schauspielern.

  • Marsshugin am 29.11.2011 um 00:51:

    Nachtrag:
    Also im Film nimmt sie ja auch Abschied von ihren Eltern,aber das es ein Abschied für immer sein soll,finde ich ist nicht so deutlich,ausser bei Jacob.Könnte auch ein emotionaler Abschied für die bevorstehende Hochzeitsreise sein.

  • Spenz (Autor) am 29.11.2011 um 02:02:

    @geno: Danke für die weiteren Ausführungen! Dadurch bestätigt sich wohl mein Gesamteindruck durchaus, auch wenn ich mir vielleicht irgendwann selbst ein Bild von den Büchern machen werde. Allerdings wenn ich mir Frau Stephenie Meyers extrem bemühten und äußerst konstruiert formulierten Erklärungsversuch, betreffend der Fertilisation durch vampirische Pseudo-Spermien durchlese (thx for the link), frage ich mich, ob ich mir wirklich mehr an Geschriebenen von dieser Autorin zu Gemüte führen will…

  • americanblend100 am 29.11.2011 um 21:58:

    Es geht hier nicht um einen Film, der aufgrund einer großen literarischen Vorlage gedreht wurde. Die Bücher und die Filme sind reine Unterhaltung. Die Bücher sind einfach geschrieben, das Zielpublikum waren Teenager, warum sollen die Filme künstlerisch wertvoll gedreht werden? Die ganze Reihe, Bücher wie Filme, sind ein Phänomen. Will man Summit vorwerfen, schlechte Filme gedreht zu haben? Es ist ein normales Wirtschaftsunternehmen, das ihre Chance gesehen hat. Jedes Unternehmen würde so handeln. Und sie haben natürlich Glück gehabt in der Wahl der Hauptdarsteller. Der Vampir und der Werwolf waren relativ unbekannt, aber Kristen Stewart hatte vorher schon in vielen Charakterrollen überzeugt. Als Frau in den sogenannten “mittleren” Jahren hat mich die Story der Bücher gepackt, die Filme finde ich mit einigen Abstrichen durchaus gelungen, was mit der Chemistry zwischen Stewart und Pattinson zu tun hat. Also Leute, nicht zu viel hineininterpretieren, es ist reine Unterhaltung!!!!!

  • Spenz (Autor) am 30.11.2011 um 02:11:

    Uh, oh… Das Argument mit der ‘reinen Unterhaltung’ habe ich schon zu diversen Filmen (oder anderen medialen Ausformungen) gehört und gelesen. Darin steckt für mich ein ganz grundsätzlicher Fehler: es gibt keine ‘reine Unterhaltung’. Gerade Film ist ein so hochkomplexes und vielschichtiges Medium (alleine von der Machart mit Produktionsabläufen, Darsteller-Perfomances, Regie-Inszenierung etc.), sodass man weder in der Herstellung noch in der Rezeption von einem singulären Faktor oder einer singulären Einflussnahme sprechen kann. Als Massenmedium, das alle Sinne anspricht, uns aktiv begegnet, während wir passiv verweilen und alles Dargebotene bewusst und unbewusst aufnhemen, noch dazu immer in einem popkulturellen Kontex, kann man einen Film, selbst wenn er scheinbar als reines Konsum-Produkt für den finanziellen Gewinn eines Studios konzipiert ist (wie, sagen wir mal, Transformers), schlicht nicht als singulär funktionell wahrnehmen, denn es gibt immer eine Ideologie eines Studios, die mitschwingt, eine Vision des Regisseurs, die sogar oft recht klar rüberkommt, einen Anspruch des Drehbuchautors, so banal der auch sein mag… Und gerade Twilight wird ja keineswegs ‘einfach nur’ konsumiert, die Begeisterung für das Phänomen ist ja überdeutlich evident. Und da Filme längst zu einem Teil der Alltagskultur geworden sind und heute neben Computerspielen und Büchern das Leitmedium schlechthin darstellen, haben sie schlicht und einfach ihre Bedeutung, so minimal diese vielleicht auch manchmal sein mag, aber sie prägen in jedem Fall unsere soziokulturellen Wahrnehmungsfelder und können für Individuen im Sinne eines persönlichen Bezugssystems sogar von höchster Bedeutung sein. Und so nebenbei: kein ernsthafter Filmemacher hat nicht ein gewisses Maß an künstlerischem Anspruch oder eine Sehnsucht danach, ‘seine’ Vision einer Geschichte auf der Leinwand zu sehen… Und soviel Müll Hollywood auch produzieren mag, aber ich unterstelle mal, dass aus reiner Geldgeilheit und nur mit dem reinen Unternehmer-Denken die Weigisten dort arbeiten (zumindest was den kreativen Anteil betrifft)… Hollywood wäre nicht Hollywood, wenn der Traum nicht im Vordergrund stünde…

  • ma am 02.12.2011 um 17:26:

    ihr seid alle scheiße. der film ist ok. was habt ihr nur

  • Spenz (Autor) am 05.12.2011 um 19:10:

    @ma: Ich sehe einen Mangel in der Qualität deiner Argumentation… Aber natürlich jedem und jeder seine und ihre Meinung.

  • Edward am 23.12.2011 um 22:37:

    ICH FINDE DER FILM IST VOLL COOL!! Es geht mir voll durch den Strich wie ihr von Breaking Dawn spricht!! Es zeigt was wahre Liebe ist!!¨ Und schliesslich bin ich ja ein Junge und twilight wirkt ja meist abstossend für jungs…

    LG Edward

  • mimi am 28.12.2011 um 14:47:

    ehmm..verstehe nich warum twilight fertig gemacht wird und jackson rathbone ist nich soo schlimm der film zeigt liebe zuneigung und verschiedenhet zwischwn mann und frau das man fur liebe schmerzen tot und hoffnung hergibbt und eig.lohnt sich alles brucht man nur das buch lesen

  • mimi am 28.12.2011 um 14:49:

    und die schauspieler bringen ALLES glaubwurdig ruber was haben die hater eig. neidisch weil eure filme nich so beliebt sind

  • mimi am 28.12.2011 um 14:50:

    und es zeigt das alles in der zeit von edward anders war

  • Lisa am 30.12.2011 um 17:53:

    Spenz, wenn du 12 – 15 1/2 Jahre alt wärst, grade deine Mens bekommen hättest (ergo weiblich wärst), dann hättest du:
    1. Kein Deutsch gekonnt. (und das peinliche daran: Du bist eine deutsche Staatsbürgerin ohne ausländische Wurzeln.. Nein, ich spiele jetzt absolut nicht auf die Damen an, die vor mir gepostet haben! Gaaaar nicht!)
    2. Den Film tooootaaal toll gefunden.
    Nun ja, das sind Filme für ‘Fans’, mehr nicht mehr. Die ersten drei Bücher waren okay, das letzte konnte man in die Tonne kloppen. Die Filme sind sowieso nicht sonderlich gut, hängt aber mit “Miss Mimic” Bella und “Mister Prettyface” Edward zusammen.
    Gott sei Dank hat jeder unterschiedliche Meinungen.

  • Spenz (Autor) am 31.12.2011 um 16:45:

    Naja, fairerweise muss ich dazu sagen, dass mir eine sehr geschätzte Freundin zu verstehen gegeben hat, dass zumindest der erste Band die Gefühlswelt einer 15jährigen bzw. deren Sichtweisen in besagtem Alter recht eindringlich wiederspiegelt. Der Film soll das allerdings dann nicht mehr wirklich schaffen und die nachfolgenden Teile ohnehin nicht. Hach, die durchschnittlichen Beschauerinnen müssen wohl einfach nur noch ein bisschen erwachsener werden um mitzubekommen, dass gerade diese filmische Darstellung der ‘wahren Liebe’ eher eine problematische Sache ist. Sowas erledigt sich sozusagen ohnehin von selbst. Problematischer ist für mich die spekulative Möglichkeit, dass aufgrund derlei Machwerke gewisse überzogene Wunschbilder nachhaltig hängenbleiben (was übrigens auch für Pornos in der umgekehrten Variation gilt)… Aber naja… Dass die besagte Zielgruppe die Herrschaft über die Rechtschreibung erlangt halte ich allerdings auch für durchaus wünschenswert.

  • hannah am 17.01.2012 um 16:43:

    ICH HASSE DIESE SCHEIß FILME!!!!!!!!!!!!!!!!
    GRAUENVOLL und SCHRECKLICHE schauspieler, die NICHT mal GUT aussehen!!!!!!!!!!!!!
    der film hat KEIN nivou!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Spenz (Autor) am 17.01.2012 um 17:29:

    Niveau ist keine Hautcreme…

  • Anna. am 06.02.2012 um 16:11:

    Also ich kann wirklich nicht zustimmen. Ich mag die Filme und ich bin nicht die einzige. Klar, hat jeder eine andere Meinung, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es viele Leute gibt, die den Film angesehen haben und auch schön finden. Und das sind nicht nur Teenager.! Die Filme und Bücher entsprechen nicht immer der Realität, aber dass macht sie besonders. Wie viele Bücher gibt es schon, wo sich ein Vampir und ein normales Mädchen ineinander verlieben.?!
    In den Filmen sind manchmal Stellen herausgelassen worden, die den Film lustiger gestaltet hätten und das finde ich sehr schade. Aber dafür gibt es ja die Bücher. Und ich finde, erst durch die Filme kann man sich das alles genau vorstellen, wie es in den Büchern beschrieben ist., auch die Dinge, die rausgelassen wurden.

  • Verstanden am 13.02.2012 um 16:22:

    @Spenz: Muß leider ihrer Vermutung widersprechen, daß die “durchschnittlichen Beschauerinnen” erst ein mal ein wenig reifen werden müßten um mitzubekommen….

    Möchte hier auf ein paar Kommentare bei Amazon hinweisen, die ich sehr treffend fand, was meine Meinung betrifft:
    http://www.amazon.de/review/R2PX1O9QYKFWVG/ref=cm_cr_pr_viewpnt#R2PX1O9QYKFWVG hier besonders, von “broetchen07″! Bin selbst eine Frau mitte 30 und ich könnte es auch so erklären: War man tatsächlich jemals irgendwann in jüngeren Jahren so heftig verliebt? Kann man sich noch daran erinnern? An das erste starke verliebtsein? Erfüllt oder unerfüllt, sei mal dahingestellt. Was wenn man sich an diese Gefühle tatsächlich noch erinnern kann, dieser ganze Hormonüberschuß, das Zittern, vielleicht sogar stottern, diese unerklärlichen Gefühlsausbrüche wenn man seiner Schwärmerei gegenüberstand….? Nun stelle man sich vor, es wäre nicht bei der “unglücklichen/unerfüllten Liebe” geblieben?! Was, wenn dieses Verliebtsein erwidert worden wäre??? Soviel Vorstellungskraft und Einfühlungsvermögen hätte ich “Geno” hier gewünscht, als er “im Namen der Wissenschaft” an dieses “Phänomen” herangegangen ist.

    Kenne einige Frauen, meines Alters, die mit beiden Beinen erfolgreich im Berufsleben stehen und nebenher noch Mütter und Ehefrauen sind, die dieses “Phänomen” ähnlich erklären würden.

    Auch kann ich sehr wohl gute Filme, wie auch schauspielerische Leistungen, von schlechten unterscheiden. Z. B. möchte ich hier auf Edward Norton in “Zwielicht” hinweisen. Grandios!

    Und doch: Hier geht es haupsächlich darum, daß sich zwei Personen (leider ist einer davon kein Mensch mehr), daß allererste mal überhaupt verlieben und dann auch gleich in der heftigsten Form. Schafft man es sich da hinenzufühlen, gefallen einem auch die Bücher. ;)

    Das Skript der Filme kommt leider nicht an die Bücher heran, wie so oft. Das schlimmste an den Filmen, daß der wenige Witz der vorhanden ist, kpl. herausgestrichen wurde. Edward´s Charakterzüge (Midnight Sun, alle 12 Kapitel) so gut wie gar nicht vermittelt werden konnten, da auch erst danach geschrieben.

    Nun mein Fazit:
    War diesem “Hype” lange erfolgreich aus dem Weg gegangen. Es hatte mich sogar so wenig interessiert, daß ich mir nicht einmal den Buchrücken ansah. Und dann, als ich mich dazu verleiten ließ, nun absolut begeister bin. Und das obwohl ich nicht bestreiten kann das S. Meyer wirklich nicht die beste Autorin ist. Da habe ich einige andere im Buchregal stehen, an die diese Schriftstellerin nicht einmal annährend herankommt. Und doch, habe ich keines der anderen Bücher jemals ein zweites Mal in die Hand genommen. Die Biss-Reihe jedoch schon zwei mal gelesen.

    Wer weiß, vielleicht konnte ich – den beiden Herren hier – dabei ein wenig weiterhelfen, dieses “Phänomen” zu verstehen. ;)

  • leyla am 03.03.2012 um 10:20:

    boh der film ist echt geil i love twillight

  • Spenz (Autor) am 04.03.2012 um 15:14:

    Filme wie Twilight bedienen sich in ihrer Inszenierung und inhaltlichen Darstellung auf parasitäre Weise einer kollektiven Emotions-Erfahrung, die subjektiv als überwertig erlebt wird und die allein durch den Einsatz spezifischer dramaturgischer Stilmittel in der Erinnerung ansatzhaft neu durchlebt werden kann. Das nennt man dann ‘Verliebtheit’ und die Sehnsucht nach besagten Gefühlswelten ist besonders im Zeitalter der Idealisierung der romantischen Liebe besonders groß. Verständlicherweise wiewohl… Wobei ich habe eben ein massives Problem mit der völligen naiven Verklärtheit und Überhöhung von besagten Emotions-Zuständen, wie sie eben u.a. in Twilight dargestellt werden, habe.

  • Bea am 13.04.2012 um 20:48:

    Oh mein Gott…..wie kann man nur so engstirnig sein. Nun gut….diese Filme sind auf jeden Fall nicht jedermanns Geschmack, aber na und? Nur weil mir ein Film oder eine Story nicht gefällt hack ich da nicht so drauf rum. Bestes Beispiel: Ich finde “Sucker Punch” ist ein absolut missglückter Film. Sinnlose Story, Inszenierung schlecht und schauspielerische Leistung unterirdisch. Und? Das ist mein Geschmack und ich muss diesen nicht jedem anderen aufzwängen. Ich habe die Bücher gelesen und alle Filme gesehen und bin von beidem sehr angetan, wie einige meiner Bekannten (darunter meine Mutter in den 50ern). Und in diese Story kann man ja nun alles reininterpretieren was man möchte. Wenn ich das will kann ich fast alles so drehen, dass es schlecht klingt oder meiner Meinung nach einen tieferen Sinn hat. Ich möchte nochmal einen Kommentar weiter oben aufgreifen. Es ist Unterhaltung und nicht alles hat irgendeinen sozialen oder politischen oder “was auch immer” Hintergrund, es sei denn ich rede mir das immer wieder ein. Die, die diese Filme oder die Geschichte mögen, können das doch tun. Ich tue das auch und nur weil ich ihn mag müssen ihn ja nicht alle anderen mögen. Ich hoffe diese Diskussion ist langsam mal beendet.

  • Elomaus am 15.04.2012 um 22:49:

    Der Film hält sich fast genau an das Original-Buch.Ich verstehe nicht, was es da dauernd zu mäkeln gibt. Ich finde den Film sehr gut gelungen und Millionen anderer Fans auch.

  • Spenz (Autor) am 16.04.2012 um 00:12:

    Mit meiner Kritik oder meinen Kommentaren in der Diskussion will ich sicherlich nicht irgendjemanden meine Meinung aufzwingen. Das ‘mein Geschmack’ nicht ‘jedermanns Geschmack’ sein kann, liegt wohl auch auf der Hand. Man muss aber auch nicht alles lesen, was ich dazu verfasst habe, wenn man sich so sehr daran stört. Ich beschäftige mich aber auch ernsthaft mit dem Medium Film allgemein und habe nun einmal auch versucht, das Phänomen Twilight für mich begreiflich zu machen. Für reine Unterhaltung ohne jegliche hintergründige Botschaften halte ich es jedenfalls nicht. Es gibt glaube ich kaum einen Film, der nicht zumindest irgendeine Form von Aussage vermitteln will oder gezielt auf einen gewissen Effekt beim Publikum abzielt. Wenn jemand die Twilight-Saga in Buch- und/oder Film-Form mag (besonders in der Zielgruppe), so kann ich dies ja bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Aber ganz verstehen tu’ ich es eben nicht und ich halte eben die Saga in gewissen Belangen für höchst bedenklich oder zumindest fragwürdig, was gerade bei dieser Massenwirkung nicht gänzlich unproblematisch ist.

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