in ,

“Game of Thrones” – S5E5: Kill the Boy: Review und Meinungs-Spiegel

Valar Morghulis – All men must die: Eine Aussage, die uns nach dem dramatischen Ende der vierten Folge Die Söhne der Harpyie direkt in die fünfte Folge Kill The Boy wirft. Valar Dohaeris – All men must serve: In diesem Sinne fühlen wir uns gegenüber der Leinwandportierung von George R.R. Martins Fantasy-Spektakel verpflichtet, auch diese Woche ein Review und den aktuellen Meinungs-Spiegel zur neuesten Folge zu präsentieren. Das bedeutet, dass ihr wie immer an dieser Stelle eine Zusammenfassung der aktuellen Folge und verschiedene Meinungen darüber präsentiert bekommt. Diese müssen nicht immer ähnlich sein, wie auch die aktuelle Folge unseres Podcasts Frühstück in Westeros belegt. Wenn auch ihr uns mit eurer Meinung zu einer der zukünftigen Episoden versorgen wollt, kontaktiert uns unter westeros@kinofilme.com.

 

Wir schauen die Folgen auf Englisch auf Sky Go, seit 27. April wird die aktuelle Season der HBO-Kultserie auf Sky Atlantic HD aber auch auf Deutsch ausgestrahlt. Wir sind jedoch der Ansicht, dass die Serie in der deutschen Variante viel von ihrem Charme verliert und bleiben lieber bei der englischen Originalversion.

 

Punishment is a dish, best served with dragonfire

Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) ist nicht amüsiert über den Anschlag der Sons of the Harpy, den Barristan Selmy (Ian McElhinney), wie wir jetzt erfahren, leider nicht überlebt hat. Grey Worm (Jacob Anderson) hat das Gemetzel aber überlebt. Nach drei Tagen erwacht er aus seiner Ohnmacht. Er gesteht Missandei (Nathalie Emmanuel), dass seine größte Angst nicht die Angst vor dem Tod sei, sondern, dass er sie nie wieder sehen könne. Die gerührte Missandei beugt sich über ihn und es kommt zu einem der romantischsten Küsse, denen wir in Essos bisher beiwohnen durften.

 

Die aufgebrachte Dany will das Handeln der Harpys nicht ungestraft lassen, schnappt sich die Oberhäupter der führenden Adelshäuser und führt sie zu den Drachen. Wie zu erwarten freuen sich diese über das Festmahl. Auch Hizdahr zo Loraq (Joel Fry), den wir bereits als einen ihrer Berater kennengelernt haben, blickt den Drachen und dem Tod ins Auge. Vor den anderen Männern bleibt er stark, doch als er später mit Dany alleine ist, fleht er um sein Leben. Dany, die sich hilfesuchend an Missandei wendet, hat Einsicht und verschont nicht nur das Leben der restlichen Oberhäupter, sondern sie erklärt Hizdahr auch, dass sie ihn heiraten wird und die Fighting Pits für freie Männer geöffnet werden.

 

Kill the Boy!

Vom Süden geht es in den Norden. Sam (John Bradly) und Maester Aemon (Peter Vaughan) unterhalten sich über die Targaryens. Dem neuen Lord Commander Jon Snow (Kit Harington), der vor einer schwierigen Entscheidung steht, rät der alte Maester „einen Jungen zu töten“. Jon will die Wildlinge befreien und sie südlich der Mauer ansiedeln. Dafür sollen sie an seiner Seite kämpfen. Ganz uneigennützig ist sein Plan nicht, denn sollten die verbleibenden Stämme in die Hände der White Walker fallen, müssten sie sie später erst recht bekämpfen. Bei seinen Brüdern der Night’s Watch kommt diese Idee nicht sonderlich gut an und auch die Wildlinge stimmen dem Plan nur zu, wenn Jon selbst mit in den Norden kommt, um den verbleibenden Völkern den Vorschlag vorzutragen. Stannis Baratheon (Stephen Dillane) scheint weiterhin von Jons Führungsqualitäten überzeugt, denn er überlässt ihm zu diesem Zweck sogar die Flotte. Stannis selbst verlässt Castle Black endlich, um mit seiner Armee richtung Winterfell zu ziehen. Wie so oft in der fünften Staffel kann man nur murmeln: „The wars to come.“

 50 Shades of Winterfell

Brienne (Gwendoline Christie) und Podrick (Daniel Portman) beobachten weiterhin Winterfell, um auf ihre Chance zu warten, Sansa (Sophie Turner) aus den Fängen der Boltons zu befreien. Es gelingt Brienne, eine Botschaft an Sansa zu übermitteln. Sollte sie je Hilfe brauchen, möge sie eine Kerze im Turmfenster anzünden. In Winterfell vergnügt sich Ramsay (Iwan Rheon) mit seiner Geliebten Myranda (Charlotte Hope). Er offenbart ihr, der Tochter des Hundezwinger-Meisters, dass er Sansa heiraten wird. Sie ist wenig begeistert, vor allem auch nicht, als er ihr verrät, dass er Sansa durchaus hübsch findet. Myranda wiederum zeigt daraufhin Sansa, dass ihr ehemaliger Ziehbruder Theon Greyjoy (Alfie Allen) jetzt als Reek im Hundezwinger lebt. Es ist einer der Höhepunkte der Folge, der vorallem von Alfie Allens schauderhaft-gutem Schauspiel lebt. Zur Spitze getrieben wird die Situation, als Ramsay Sansa und Reek beim Abendessen zusammenführt und bestimmt, dass Reek die arme Sansa bei der Hochzeit zum Altar geleiten wird. Aber auch Ramsay bekommt einen Dämpfer, als ihm sein Vater erklärt, seine Gattin wäre schwanger. Ramsay, der um seine Vormachtstellung fürchtet, konfrontiert seinen Vater, der ihm die Geschichte seiner Geburt erzählt und sich zu ihm bekennt.

 Liebesgrüße aus Valyria

Als letzten Höhepunkt führt das Geschehen zu Tyrion (Peter Dinklage) und Jorah (Iain Glen), die auf ihrem Weg zu Daenerys eine Abkürzung durch die Ruinen Valyrias nehmen. Es kommt zu einigen unerwarteten Begegnungen. Zunächst gleitet ein Drache über sie hinweg und kurze Zeit später werden sie von Stonemen angegriffen. Wir erinnern uns, dass auf sie bereits in der vorigen Folge verwiesen wurde! Im Kampfgetümmel muss sich Tyrion, der noch immer gefesselt ist, über Board retten. Im Wasser ergreift ihn einer der Stonemen und zieht ihn immer weiter in die Tiefe. Es wird dunkel und wir rechnen mit einem Cliffhanger, doch schlägt Tyrion plötzlich die Augen auf und ist am Strand. Über ihm steht Jorah, der ihn irgendwie gerettet hat, auf der anderen Seite des Ufers sieht man die Ruinen von Valyria. Da die Krankheit Greyscale durch Berührung übertragen werden kann, versichern sich die beiden, dass sie nicht direkt berührt wurden. Als sich Jorah wegdreht und seinen Ärmel hochzieht, sehen wir, dass er Tyrion belogen hat…

 

Meinungs-Spiegel:

Dennis: (@dennbas)

Ich hatte es letzte Woche schon erahnt: Ser Barristan ist tot. Schade, schade, schade! Auf Greyworm hätte ich ehrlich gesagt eher verzichten können. Ich mochte den alten Mann welcher innerhalb der Serie seinem Ruf als einer der besten Ritter in Westeros leider nicht gerecht wurde. Er hatte einen besseren Abgang verdient. Aber Dany scheint davon ebenso wenig begeistert zu sein (offensichtlich^^) und grillt mal schnell einer der Hauptbürger von Meereen. Klasse Einstellung wie der Drache aus dem Dunklen kommt. Bei der einen Person soll es dann aber auch bleiben und Dany entscheidet sich kurz danach Hizdahr zo Loraq zu heiraten. Äh…ok. Kam für mich etwas plötzlich und irgendwie aus dem nichts. Da bin ich auf ihr Endgame gespannt. Vor allem was ihr Boytoy Daario dazu sagen wird.

Währenddessen gibt’s traute Familienfeiern im Hause Bolton: Während Ramsay seiner Psychofreundin Myranda beibringen muss, dass die gemeinsamen „Lass uns junge Mädchen mit Pfeilen jagen“-Stunden leider vorbei sind und er Sansa heiraten muss, leidet Theon/Reek weiterhin unter seiner Persönlichkeitsspaltung. Verständlich, dass Myranda davon so ganz und gar  nicht begeistert ist. Ob sie aber jetzt Sansa auf dem Kieker hat oder Ramsay zu Grunde bringen will, kann ich noch nicht erahnen. Eines von beiden wird die Gute aber gewiss planen. Auch Vater Bolton hat eine anrührende Szene mit seinem Sohn, der ihm erstmal runter macht was sein Dad dort für eine Schönheit geheiratet hat und wie froh der junge Bursche darüber ist, dass er bald einen Bruder bekommt….NICHT! Herrje, bei so einer Familie braucht man keine Feinde. Die überbieten fast noch die Lannisters. Die haben zumindest noch Anstand und lügen einem ins Gesicht.

Meine Hoffnungen, dass Tyrion endlich auf Dany treffen wird, sind abermals zunichte geschlagen worden. Dafür gibt’s ne Klopperei mit Steinmenschen die recht unterhaltsam inszeniert ist. Habe mich nur über den Ausgang etwas gewundert. Tyrion wird unter Wasser gezogen – CUT – und plötzlich sitzen er und Jorah am Strand…weit weg von der Ruinenstadt. Ging mir etwas zu schnell. Und mittlerweile scheint Jorah ja nichts mehr zu verlieren haben, nachdem er von einem dieser Steinmenschen berührt wurde. Wie mir dankbarer weiße erklärt wurde, ich passe wohl nicht so gut auf wie ich sollte, ist das genau die Krankheit welche auch Stannis‘ Tochter befallen hat. Daher gäbe es zumindest eine Möglichkeit, dass Jorah überlebt. Vorausgesetzt er schafft den gleichen Doktorenstab an, wie Stannis damals bei seiner Tochter.

Alles in allem eine gute Folge welche abermals die Steine ins Rollen (ich weiß, die Steine rollen schon recht lange^^) bringt und wir sogar schon die Hälfte der Staffel hinter uns haben. Ich vermute, dass die letzten 4 Episoden daher ohne Verschnaufpause uns den Atem rauben werden; zumindest hoffe ich drauf.

 

Jo (@whiterabbit360)

Wenig tatsächliche Handlungen sind passiert, viel wurde gesprochen. Für mich ist die Folge erstaunlicherweise – und ich kann selbst nicht genau erklären wieso – der Höhepunkt der Staffel. Ich fand den Kuss zwischen Missandei und Grey Worm tatsächlich sehr romantisch. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass Tyrion tatsächlich – wie auf dem Poster – einem Drachen begegnen wird und mit Valyria wurde eine spannende neue Region vorgestellt. Der dramatische Höhepunkt war aber zweifellos das Aufeinandertreffen von Reek und Sansa vor dem sardistischen Ramsay. Szenen, die vor allem durch Alfie Allens fabelhaftes Schauspiel getragen werden. Nach der letzten Folge, die mich eher enttäuscht hat, bin ich wieder voll dabei!

 

Was denkst du darüber?

0 points
Upvote Downvote

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Loading…

Der Babadook

Wien – Berlin – Westeros: Ein Reisebericht zur “Game of Thrones”-Exhibition